Wissenschaft
02.05.2021

Nach sechs Monaten: Vier ISS-Astronauten zurück auf der Erde

Washington (dpa) - Nach rund sechs Monaten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) sind vier Astronauten sicher auf der Erde zurück.

Eine «Crew Dragon»-Kapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX mit den US-Raumfahrern Michael Hopkins, Victor Glover und Shannon Walker sowie ihrem japanischen Kollegen Soichi Noguchi an Bord landete am Sonntagmorgen (MEZ) im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaats Florida, teilte die Nasa mit.

Von vier Fallschirmen gebremst, klatschte die Kapsel mit den Astronauten im Dunklen aufs Wasser, um kurz vor drei Uhr nachts (Ortszeit). Schiffe waren danach an den Ort gefahren, um die Crew aufzunehmen. Die Kapsel hatte in der Nacht von der ISS abgedockt, nachdem der Rückflug zur Erde wegen schlechten Wetters um einen Tag verschoben worden war. Die sogenannte «Crew-1» hatte im November an der ISS angedockt.

Auf der Raumstation war es zuletzt eng geworden: Neben der «Crew-1» waren seit Anfang April auch die Kosmonauten Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow sowie der Nasa-Astronaut Mark Vande Hei an Bord, am vergangenen Wochenende kamen vier Astronauten der «Crew-2« dazu - die US-Astronauten Shane Kimbrough und Megan McArthur sowie ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide und der Franzose Thomas Pesquet.

«Crew-1» war die erste, die regulär mit dem «Crew Dragon» zur ISS geflogen war, nachdem ein bemannter Testflug zur ISS im vergangenen Frühjahr erfolgreich verlaufen war. Der Test war nach fast neunjähriger Pause der erste, bei dem Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus in den Orbit starteten - und überhaupt das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. Der Start der «Crew-3» ist derzeit für Oktober geplant.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre «Atlantis» zur ISS geflogen. Danach mottete die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war für Flüge zur ISS seither auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl Trumps zum Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-434300/4



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