Wissenschaft
29.07.2020

Esa schickt Astronauten Matthias Maurer 2021 zur ISS

Houston/St. Wendel (dpa) - 2021 wird der aus dem Saarland stammende Astronaut Matthias Maurer zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Seine Reise soll in Cape Canaveral (USA) starten.

Derzeit trainiere Maurer unter Corona-Sicherheitsvorkehrungen in Houston (USA), teilte die europäische Raumfahrtorganisation Esa am Mittwoch mit. In einem im Internet veröffentlichten Video der Organisation ist zu sehen, wie der 50-Jährige in einem riesigen Wasserbecken in einem Nachbau der Raumstation übt.

Ein Einsatz in der Schwerelosigkeit des Alls könne auf der Erde am besten unter Wasser trainiert werden, erläutert der Astronaut in dem Video. Im Raumanzug wird er mit einem Kran in das Becken gehievt. Mit dem Anzug zusammen wiege er locker 200 Kilogramm, erzählt Maurer. «Viel zu viel, um ohne Hilfe ins Wasser zu springen.» In dem ISS-Nachbau übe er beispielsweise, eine defekte Pumpe durch eine neue zu ersetzen.

Wann genau der in St. Wendel geborene Saarländer sein Wissen im All einsetzen kann, steht noch nicht fest. Im Frühjahr startet laut Esa zunächst der Franzose Thomas Pesquet zur Raumstation ISS und zwar laut Esa als erster Europäer mit einem «Dragon»-Raumschiff des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX. Sollte Pesquet ausfallen, würde Maurer als Ersatz im Frühjahr fliegen. Wenn er planmäßig abhebt, soll Maurer an einem anderen noch nicht bekannten Termin 2021 abheben.

Auch unklar sind noch der Missionsname, das Missionslogo und mit wem Maurer auf der Raumstation zusammenarbeiten wird. Das werde noch bekannt gegeben, erklärte das Europäische Astronautenzentrum, das eine Einrichtung der Esa ist.

«Neben oft hunderten wissenschaftlichen Experimenten und Technologie-Demonstrationen während der Dauer der Mission steht täglich Sport auf dem Programm», teilte das Astronautenzentrum mit. Die Astronauten müssten fit bleiben und der schleichenden Anpassung an die Schwerelosigkeit entgegenwirken. Andere Aufgaben seien beispielsweise Wartungsarbeiten und die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung teilhaben zu lassen.

© dpa-infocom, dpa:200729-99-970647/2



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