Wissenschaft
23.07.2020

Emissionen von Luftschadstoffen werden weniger

Kopenhagen (dpa) - Die Emissionen der bedenklichsten Luftschadstoffe sind in der EU weiter auf dem Rückzug. Sowohl bei Feinstaub als auch bei Stickoxiden, Ammoniak und anderen wesentlichen Luftschadstoffen sind die Werte zwischen 2017 und 2018 in der Europäischen Union insgesamt gesunken.

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur EEA setzt sich damit der seit 1990 anhaltende langsame, aber beständige Trend beim Ausstoß dieser Schadstoffe fort. Demnach betrug der Rückgang von 2017 bis 2018 EU-weit für Feinstaub (PM2.5) 3,8 Prozent, während die Stick- und Schwefeloxidwerte (NOx und SOx) um 4,1 beziehungsweise 6,7 Prozent abnahmen.

Die Werte der sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen außer Methan (NMVOC) ging um 2,0 Prozent zurück, Kohlenmonoxid (CO) um 4,3 und Ammoniak (NH3) um 1,6 Prozent. Da die Zahlen aus dem Jahr 2018 stammen, hatten die Corona-Krise und die damit verbundenen Beschränkungen des öffentlichen Lebens in zahlreichen Ländern keine Auswirkungen darauf.

Deutschland lag vor allem beim jährlichen Rückgang des Ausstoßes von Stickoxiden (minus 6,7 Prozent) und Ammoniak (minus 4,4 Prozent) über dem EU-Durchschnitt, bei den Schwefeloxiden (minus 4,2 Prozent) und beim Feinstaub PM2.5 (minus 1,7 Prozent) dagegen darunter.

Luftverschmutzung ist die größte einzelne Umweltgefahr für die menschliche Gesundheit in Europa. Sie trägt zu chronischen Problemen bei, etwa Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs. Eine schlechte Luftqualität kann zudem Ökosysteme schädigen, darüberhinaus tragen mehrere Schadstoffe zum Klimawandel bei.

© dpa-infocom, dpa:200723-99-899448/3



Thema des Tages

Verhandlungen um US-Konjunkturpaket vorerst gescheitert

Washington (dpa) - Die Corona-Krise macht der US-Wirtschaft zu schaffen, Hilfszahlungen für Millionen Arbeitslose sind ausgelaufen und unzähligen Mietern droht die Zwangsräumung. »weiter
Lesen Sie auch:
  • US-Geheimdienste: Russland arbeitet gegen Wahlsieg Bidens
  • Erste Schulen machen schon wieder zu
  • Merkel wirbt in Deutschlands um Bürger-Solidarität
  • Computer

    Trump verschärft Vorgehen gegen Tiktok

    Washington/Peking (dpa) - Mit einer neuen Verfügung hat US-Präsident Donald Trump seinen Kurs gegen die chinesische Video-App Tiktok weiter verschärft. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Smartphones sind für Milliarden Menschen unerschwinglich
  • «Animal Crossing» beschert Nintendo Gewinnsprung
  • Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video


  • Wissenschaft

    Studie: Skurriles Reptil mit Giraffenhals lebte im Wasser

    Zürich (dpa) - Ein skurriles Reptil mit einem Hals wie eine Giraffe und Nasenlöchern wie ein Krokodil hat Wissenschaftlern seit Jahrzehnten Rätsel aufgegeben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen
  • Fluss-Wasserstände Monate im Voraus berechnet
  • Forscher: Neuguinea ist Insel mit größter Pflanzenvielfalt
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.724,00 +1,05%
    TecDAX 3.061,75 +2,12%
    EUR/USD 1,1788 -0,75%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation