Thema des Tages
14.05.2021

Zaubern statt Zaudern: BVB-Kapitän Reus in alter Form

Berlin (dpa) - Marco Reus wirkte selig wie lange nicht. Die nächsten Schlagzeilen, ein unvollendetes Fußball-Genie zu sein, blieben ihm diesmal erspart.

Mit sichtlichem Stolz küsste der Dortmunder Kapitän nach dem famosen 4:1 (3:0)-Endspielsieg über RB Leipzig den DFB-Pokal und reckte ihn wenig später unter dem Jubel seiner Mitstreiter in den Berliner Nachthimmel. «Das war ein unglaublicher Moment. Ich bin unheimlich stolz. Wir haben den Pott - das ist für die Fans», kommentierte der gebürtige Dortmunder seinen erst zweiten Titel in seiner langen und von vielen Rückschlägen begleiteten Karriere.

Anders als bei seinem ersten Titelgewinn 2017 im Pokalfinale gegen Frankfurt (2:1), bei dem er sich eine Kreuzbandverletzung zuzog und in der Halbzeit ausgewechselt werden musste, schlüpfte er im Duell mit den Leipzigern in eine tragende Rolle. Allein drei der vier Dortmunder Treffer bereitete Reus gekonnt vor und trat auf dem Platz wie ein echter Leader auf.

Nach fünf Vize-Meisterschaften mit dem BVB, drei verlorenen Pokal-Endspielen und dem verlorenen Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern war die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis bei ihm besonders groß. «Wenn wir unter Zugzwang sind, dann zeigen wir unsere Qualität. Das müssen wir in den nächsten Jahren kontinuierlich zeigen, vor allem gegen die vermeintlich kleinen Gegner», sagte der 31-Jährige in der Hoffnung auf weitere Glücksmomente dieser Art auch in der Bundesliga.

Nach dürftiger Hinrunde hat Reus zurück zu alter Klasse gefunden. Unter der Regie von Favre-Nachfolger Edin Terzic wirkt der Nationalspieler wie ausgewechselt. «Wenn Marco großes Vertrauen spürt, wird er immer besser. Was er in den letzten Monaten gezeigt hat, war großartig», schwärmte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Auch Joachim Löw schien beeindruckt. «Marco hat wieder seinen Rhythmus gefunden», lobte der Bundestrainer den einstigen Pechvogel, der sich schon zweimal kurz vor großen Turnieren schwer verletzte und ihm deshalb nicht zur Verfügung stand. Löw wollte nicht ausschließen, dass Reus noch in den EM-Kader der Nationalmannschaft rückt. Auf die Frage, ob er auf seinem Zettel steht, antwortete Löw: «Ja, da drauf ist er schon. Wir haben auch einen erweiterten Kader insgesamt. Jetzt haben wir noch mal ein paar Namen diskutiert.»

© dpa-infocom, dpa:210514-99-592980/4



Thema des Tages

Russische Bomben im Schwarzen Meer - Briten drehen ab

Moskau (dpa) - Russland hat bei einer beispiellosen Aktion im Schwarzen Meer vor der Küste der Halbinsel Krim zur Abschreckung eines britischen Kriegsschiffs Bomben und Schüsse abgefeuert. Ein Kampfjet vom Typ Suchoi Su-24 warf Bomben ab, ein Kriegsschiff schoss zur Warnung. »weiter
Lesen Sie auch:
  • EU-Kommission geht gegen Ungarns Gesetz zu Sexualität vor
  • Merkel warnt vor Corona-Rückschlägen - Delta macht Sorge
  • Weiter Debatte um Regenbogen-Verbot - Orban nicht in München
  • Computer

    Lückenloses Mobilfunknetz entlang aller Bahnstrecken

    Berlin (dpa) - Das gesamte Streckennetz der Deutschen Bahn soll bis Ende 2026 lückenlos mit dem Mobilfunknetz der Deutschen Telekom versorgt werden. Das kündigten beide Unternehmen und Verkehrsminister Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin an. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Tech-Riesen warnen vor Risiken durch Digital-Paket
  • EU will Einheit gegen Cyberangriffe aufbauen
  • Vodafone stellt in Europa komplett auf Grünstrom um
  • Wissenschaft

    Asiatische Elefanten quietschen mit den Lippen

    Wien (dpa) - Elefanten können nicht nur ein «Törööö» trompeten, sondern auch hohe Quietschlaute von sich geben. Dazu nutzen sie ihre Lippen, wie die Verhaltensbiologinnen Veronika Beeck und Angela Stöger von der Universität Wien im Fachjournal «BMC Biology» schreiben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Traumjob Astronaut: Über 22.000 Bewerbungen
  • Mehr Vögel in Deutschland vom Aussterben bedroht
  • Klimawandel führt zu Ozonabbau über der Arktis
  •