Computer und Co.
23.02.2021

Epic scheitert mit Klage im App-Store-Streit mit Apple

London (dpa) - Der Spieleentwickler Epic ist mit dem Versuch gescheitert, seinen App-Store-Streit mit Apple nach Großbritannien zu tragen. Das britische Wettbewerbsgericht wies am Montag eine Klage von Epic ab.

Der Richter entschied, dass das Competition Appeal Tribunal nicht zuständig sei und der Rechtsstreit in den USA ausgefochten werden müsse. Eine ähnliche Klage gegen Google ließ er dagegen teilweise zu. Epic, Entwickler des populären Spiels «Fortnite» reichte jüngst auch eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple bei der EU-Kommission ein.

Der Streit entbrannte im August, nachdem sich Epic nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe halten wollte, dass virtuelle Artikel in dem Spiel auf iPhones und iPads nur über das System der In-App-Käufe von Apple angeboten werden können. Dabei behält Apple 30 Prozent des Kaufpreises ein. Epic würde stattdessen gern einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben.

Nachdem der iPhone-Konzern Änderungen an den Geschäftsbedingungen ablehnte, bauten die Epic-Entwickler in der App die vertraglich verbotene Möglichkeit ein, die Artikel auch direkt bei Epic kaufen zu können. Dafür wurde im August eine versteckte Funktion in der Anwendung aktiviert, die Epic an den App-Prüfern von Apple vorbeigeschmuggelt hatte.

Noch am selben Tag warf Apple «Fortnite» unter Verweis auf den Regelverstoß aus dem App Store. Epic zog umgehend vor Gericht und warf Apple unfairen Wettbewerb vor. Apple verlangt in einer Gegenklage Schadenersatz.

Epic führte die eigene Bezahlmethode auch in der «Fortnite»-App für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android ein. Auch Google verbannte die App daraufhin aus seiner Download-Plattform Play Store. Anders als auf iPhones können Android-Nutzer sie aber auch aus anderen Quellen laden.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-549060/2



Thema des Tages

Heftige Beben erschüttern Neuseeland - Tsunami-Warnung

Wellington (dpa) - Vor Neuseeland hat es am Freitag mehrere heftige Erdbeben gegeben. Bis zum Morgen (Ortszeit) wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde drei schwere Beben registriert. »weiter
Lesen Sie auch:
  • US-Repräsentantenhaus stimmt Polizeireformen zu
  • Astrazeneca-Vakzin künftig auch für Menschen ab 65 empfohlen
  • Spahn mahnt zu «Umsicht beim Öffnen» und sagt mehr Tests zu
  • Computer

    Auch britische Behörde prüft Wettbewerb in Apples App Store

    London (dpa) - Nach Verfahren unter anderem in der EU hat auch die britische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zum App Store von Apple eingeleitet. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Google will auf Tracking von Nutzern im Web verzichten
  • Amazon ändert App-Logo nach Hitler-Schnauzbart-Vergleich
  • Microsoft zeigt Unterhaltungen mit Hologrammen
  • Wissenschaft

    Russland: ISS soll bis 2028 im All bleiben

    Moskau (dpa) - Die Arbeit auf der in die Jahre gekommenen Raumstation ISS soll russischen Angaben zufolge noch bis 2028 weitergehen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • 17 Prozent aller Lebensmittel weltweit landen im Müll
  • Verkehr: Emissionen um zehn Millionen Tonnen gestiegen
  • Trisomie-Bluttest soll Kassenleistung werden
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 13.989,50 -0,64%
    TecDAX 3.245,25 -2,24%
    EUR/USD 1,1956 -0,17%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation