Computer und Co.
06.08.2020

«Animal Crossing» beschert Nintendo Gewinnsprung

Tokio (dpa) - Ein neues Spiel aus der Reihe «Animal Crossing» ist für Nintendo inmitten der Corona-Krise zur Geldmaschine geworden. Der japanische Videospiele-Spezialist verbuchte im vergangenen Quartal einen Gewinn von 106,6 Milliarden Yen (rund 852 Mio Euro) - sechs Mal mehr als ein Jahr zuvor.

«Animal Crossing: New Horizons» verkaufte Nintendo dabei 10,63 Millionen Mal. Davon entfiel rund die Hälfte auf Online-Käufe, die angesichts niedrigerer Vertriebskosten lukrativer sind. Das Spiel, bei dem es darum geht, eine Insel-Welt zu besiedeln, wurde bereits zum Start im März rund 12 Millionen Mal gekauft.

Den Umsatz konnte Nintendo in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal mit gut 358 Milliarden Yen (rund 2,9 Mrd Euro) mehr als verdoppeln. Der Erfolg von «Animal Crossing» treibt auch die Verkäufe der Spielekonsole Switch an - sie sprangen auf 5,68 Millionen Geräte von 2,13 Millionen vor einem Jahr hoch.

Nintendo ließ dennoch die Prognose für das noch bis Ende März 2021 laufende Geschäftsjahr unverändert, bei der der Konzern von weniger Umsatz und Gewinn ausgeht. Auch bei der Switch gibt Nintendo den erwarteten Absatz für das Geschäftsjahr weiterhin mit 19 Millionen Geräten an. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unterdessen, die Order bei Zulieferern seien bereits im Frühjahr auf 22 Millionen Konsolen erhöht worden - und jetzt habe die Firma das Produktionsziel auf 25 Millionen hochgesetzt. Dabei wird es im Weihnachtsgeschäft neue Konkurrenz geben: Dann wollen die Rivalen Sony und Microsoft die neuen Generationen ihrer Konsolen Playstation und Xbox auf den Markt bringen.

© dpa-infocom, dpa:200806-99-64038/2



Thema des Tages

Merkel befürchtet 19.200 Neuinfektionen am Tag

Berlin (dpa) - Vor den nächsten Beratungen mit den Bundesländern über die Corona-Krise an diesem Dienstag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Deutschland gewarnt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • 90 Gebiete geologisch geeignet als Atomendlager
  • Dutzende Tote bei neuen Kämpfen in Berg-Karabach
  • US-Präsident Trump zahlte angeblich jahrelang kaum Steuern
  • Computer

    Gericht: Uber darf in London weiter fahren

    London (dpa) - Der Fahrdienstvermittler Uber darf in London weiter seine Dienste anbieten. Der Westminster Magistrates' Court entschied damit am Montag zugunsten des US-Unternehmens, das gegen den Entzug seiner Lizenz in der britischen Hauptstadt Berufung eingelegt hatte. Uber erfülle die nötigen Voraussetzungen für eine entsprechende Lizenz, erklärte der zuständige Richter in seiner Begründung. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Gericht setzt Download-Stopp für Tiktok in den USA aus
  • Expertenkommission bewertet «Künstliche Intelligenz» positiv
  • Microsoft baut Geschäft mit Mobilfunk-Providern aus


  • Wissenschaft

    Russland schickt deutsche Satelliten in den Weltraum

    Plessezk/Würzburg (dpa) - Mit einer Sojus-Trägerrakete hat Russland mehrere deutsche Forschungssatelliten ins All geschickt. Der Start vom Weltraumbahnhof Plessezk im Norden des Landes sei wie geplant verlaufen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag Agenturen zufolge mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Zunahme von Depressionen und Angststörungen durch Corona
  • Tilidin als Droge: Schmerzmittel-Missbrauch bei Jugendlichen
  • Mehr Erkältungen durch häufiges Lüften?
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.863,50 +3,16%
    TecDAX 3.069,25 +1,78%
    EUR/USD 1,1664 +0,32%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation