Thema des Tages
15.07.2020

Serienvergewaltiger ging mit massiver Gewalt vor

Potsdam (dpa) - Von dem mutmaßlichen Serienvergewaltiger, der bei Potsdam gefasst worden ist, hatten die Ermittler bereits einen Fingerabdruck von einem Laubeneinbruch. So seien die Personalien des Verdächtigen erkannt worden, teilte die Staatsanwältin Katrin Frauenkron mit.

Norma Schürmann vom Landeskriminalamt sagte, der Täter sei mit massiver Gewalt gegen die Frauen vorgegangen. Er habe die Opfer zunächst ganz freundlich angesprochen, immer zu belebter Zeit. Danach habe er sie mit Gewalt gepackt und gewürgt. Die Opfer seien vom Weg in entlegenere Gebiete gezerrt worden.

Nach der Vergewaltigung habe er eine andere Seite gezeigt und sich um sie gekümmert. Er habe versucht, sich mit ihnen für den nächsten Tag zu verabreden.

Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten in dem Festgenommenen den Serientäter, der zuletzt mehrere Sexualstraftaten in Berlin und Brandenburg begangen haben soll. Zuletzt soll er am Dienstagvormittag in einem Wald bei Potsdam eine junge Frau vergewaltigt haben.

Polizeisprecherin Anja Dierschke sagte der Deutschen Presse-Agentur, mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um den Täter der Vergewaltigungsserie, zu der in Berlin ermittelt werde, sowie der am Dienstag angezeigten Vergewaltigung in Brandenburg.

Eine Passantin hatte die Frau am Dienstag in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden entdeckt. Polizisten aus ganz Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei waren daraufhin zu einer großangelegten Suchaktion ausgerückt. Auch ein Polizeihubschrauber, eine Drohne sowie mehrere Polizeifährtenhunde und Polizeipferde der Bundespolizei kamen zum Einsatz.

Die wenige Minuten nach der Erstmeldung eintreffenden Polizisten hätten in der Nähe des Tatortes einen Mann auf einem Fahrrad feststellen können, auf den die Täterbeschreibung sehr genau passte, hieß es. Als er die Polizisten sah, floh er den Angaben zufolge in den Wald und ließ dabei sein Fahrrad zurück. Die Polizisten verfolgten ihn und forderten ihn auf, anzuhalten. Dabei schoss ein Beamter mehrere Warnschüsse in die Luft. Der Tatverdächtige flüchtete jedoch zunächst weiter. Verletzt wurde durch die Schüsse niemand.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Potsdamerin zuvor auf einem Waldweg gejoggt sein, als sie dort von dem Täter angesprochen und nach dem Weg gefragt wurde. Kurz darauf soll er sie überwältigt und vergewaltigt haben.

In Berlin und Brandenburg hatte die Polizei hinter mehreren Vergewaltigungen seit Mitte Juni denselben Mann vermutet - die Ermittler gingen von einem Serientäter aus. Vor der jüngsten Vergewaltigung in der Nähe von Potsdam soll er zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben, fünf davon im Grunewald oder dessen näherer Umgebung im Berliner Südwesten, eine im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und eine in Bernau nordöstlich von Berlin. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung hatten Berliner Ermittler den Mann zu Beginn dieser Woche identifiziert.

© dpa-infocom, dpa:200715-99-794269/7



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation