Thema des Tages
11.07.2020

Trümpfe für Nürnberg - kuriose Statistik für Ingolstadt

Ingolstadt (dpa) - Der 1. FC Nürnberg ist noch 90 Minuten vom glücklichen Ende einer völlig missratenen Saison entfernt. Im Rückspiel der Relegation um die 2. Fußball-Bundesliga muss der «Club» ein 2:0 aus dem Hinspiel gegen den FC Ingolstadt verteidigen.

Die Schanzer wiederum könnten heute (18.15 Uhr/ZDF/DAZN/Amazon Prime) im eigenen - wenn auch zuschauerleeren - Stadion ein famoses Comeback feiern und den FCN in die Drittklassigkeit stürzen.

AUSGANGSLAGE: Der Nürnberger Vorsprung ist eigentlich komfortabel, den Franken reicht sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied. Sollten sie selbst einen Treffer erzielen, müsste der FCI wegen der Auswärtstorregel gar mit drei Toren Differenz gewinnen, um das Duell noch zu drehen. «Wir werden den Weg nach vorne suchen und wollen ein Tor schießen», kündigte «Club»-Coach Michael Wiesinger an.

CHANCEN: Fast alles spricht für die Nürnberger, zumal sie schon im Hinspiel klar dominiert hatten. Eine Vorentscheidung sei da aber nicht gefallen, meinte Wiesinger und zog einen Vergleich zum Tennis: «Der erste Satz ging an uns, jetzt geht es in die zweite Phase.» Das 2:0 im ersten Spiel sei «eine Grundlage, mehr nicht.» Ingolstadts Oral sprach indes von einem «Riesen-Vorteil» für den Gegner, der Aufstieg wäre unter diesen Voraussetzungen «ein Wunder».

PERSONAL: Während die Nürnberger mit denselben Akteuren wie im Hinspiel auflaufen können, kann Ingolstadts Routinier Maximilian Beister wegen einer Oberschenkelverletzung laut Oral nicht spielen. Zudem ist der Einsatz von Stürmer Stefan Kutschke unklar - er hatte schon beim 0:2 gefehlt und war schmerzlich vermisst worden. Ohne seine Wucht und seine Torgefahr sieht es für den FCI schlecht aus.

STATISTIK: Die Historie spricht eigentlich für den Drittligisten, der sich in bislang elf Relegationen achtmal durchgesetzt hatte. Kurios: In den Playoffs-Duellen haben Drittligisten bislang nur zweimal die Hinspiele verloren, nämlich Darmstadt 2014 gegen Bielefeld (1:3) und Wehen Wiesbaden 2019 gegen Ingolstadt (1:2), beide Male sogar jeweils zuhause. In den Rückspielen aber gelang den Außenseitern zweimal die Wende und der Aufstieg in das deutsche Fußball-Unterhaus.

© dpa-infocom, dpa:200710-99-751026/3



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