Computer und Co.
26.06.2020

Studie: Köln hat dichteste Glasfaser-Abdeckung Deutschlands

Köln (dpa) - Beim Ausbau mit schnellen Glasfaserleitungen hat Köln einer Studie zufolge die Nase vorn.

Mit einer Ausbauquote von rund 80 Prozent liegt die Rheinmetropole noch vor München und Hamburg, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox auf Basis des Bundes-Breitbandatlas ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin werden die 20 größten deutschen Städte dahingehend verglichen, inwiefern echte, schnelle Glasfaserleitungen bis in die Häuser (FTTB/«Fibre to the Building») oder sogar in die Wohnungen (FTTH/«Fibre to the Home») verlegt sind. Hochgerüstete Kabelleitungen sind nicht mit in die Auswertung eingeflossen.

Die Hauptstadt Berlin liegt im Vergleich zu den anderen Millionenstädten relativ weit abgeschlagen bei nur fünf Prozent Glasfaserleitungen. Zudem gibt es in Nordrhein-Westfalen relativ viele Großstädte, darunter Dortmund, Bochum, Münster, Düsseldorf und Essen, die bei maximal fünf Prozent Ausbauquote liegen.

Der Telekommunikationsexperte von Verivox, Jens-Uwe Theumer, begründet das damit, dass dicht besiedelte Regionen wie diese häufig recht gut mit - teilweise hochgerüstetem - Kabelnetz versorgt seien. «Insbesondere die großen Netzanbieter investieren übergangsweise in diese Techniken, deren Geschwindigkeiten den meisten Kunden noch genügen», so Theumer.

Bei den Spitzenreitern kämen die guten Ausbauwerte nicht nur durch die Tätigkeiten großer Telekommunikationskonzerne zustande, sondern auch durch den Beitrag lokaler Anbieter wie etwa NetCologne oder M-net. Doch auch die Deutsche Telekom hatte - ebenso wie andere Wettbewerber - kürzlich erneut angekündigt, künftig stärker in den Glasfaserausbau investieren zu wollen.

Vodafone verfügt außerdem über Fernsehkabel, die mittels einer speziellen Technik auf Gigabit-Geschwindigkeiten aufgerüstet werden. Solche zählen in der aktuellen Auswertung nicht mit.

Der Branchenverband VATM hatte Ende April prognostiziert, bis Mitte des Jahres würden mehr als die Hälfte aller Haushalte über Gigabit-fähige Anschlüsse verfügen. Das entspricht rund 51 Prozent aller deutschen Haushalte und rund 5,5 Millionen mehr Anschlüssen als Ende 2019.

© dpa-infocom, dpa:200626-99-570672/3



Thema des Tages

Werder Bremen mit Remis in Heidenheim zum Klassenverbleib

Heidenheim (dpa) - Werder Bremen bleibt der Fußball-Bundesliga doch noch erhalten. Im letzten Moment brachte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine desolate Saison zu einem glücklichen Ende und sicherte sich durch ein 2:2 (1:0) beim 1. FC Heidenheim den verspäteten Klassenverbleib. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Gericht hebt Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh auf
  • Gesundheitsminister der Länder: Maskenpflicht gilt weiter
  • Seehofer bleibt im Streit um Racial Profiling hart
  • Computer

    Großes Breitbandprojekt für ländlichen Raum gestartet

    Gardelegen (dpa) - Wenn es darum geht, wo ländliche Gebiete schlechter dran sind, als die Städte, wird die Internetversorgung eigentlich immer genannt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kühe erschrecken als Trend: Netzwerk TikTok löscht Videos
  • Slack-Chef: Wettbewerber Microsoft wird nicht reguliert
  • Führende Videokonferenzsystemen fallen bei Kurztest durch


  • Wissenschaft

    UNAIDS: Die Welt ist beim Kampf gegen HIV nicht auf Kurs

    Genf (dpa) - Die Weltgemeinschaft hat ihre selbst gesetzten Ziele im Kampf gegen HIV und Aids verfehlt. Im vergangenen Jahr haben sich nach Schätzungen 1,7 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus angesteckt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kinder und Jugendliche haben zu viele Chemikalien im Blut
  • Jeder Dritte trinkt mehr seit der Krise
  • Mit dem Rad und zu Fuß: Corona bringt Deutsche in Bewegung
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.753,00 +1,79%
    TecDAX 3.042,75 +1,31%
    EUR/USD 1,1320 +0,09%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation