Boulevard
13.03.2021

Robert Downey Jr. für «Goldene Himbeere» nominiert

Los Angeles (dpa) - «Iron Man»-Star Robert Downey Jr. (55) und Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway (38, «Les Misérables») könnten Ende April mit Hollywoods Spottpreisen ausgezeichnet werden. Die Verleiher der «Goldene Himbeeren» oder «Razzies» gaben die Nominierungen für die nicht ganz ernstzunehmenden Preise bekannt.

Downey Jr. landete mit seiner Tierarzt-Rolle in «Die fantastische Reise des Dr. Dolittle» in der Sparte «Schlechtester Hauptdarsteller». Hathaway ist für den Netflix-Film «The Last Thing He Wanted» und «Hexen hexen» als schlechteste Hauptdarstellerin im Rennen. Mit ihr sind unter anderem Kate Hudson («Music») und Katie Holmes («The Secret - Traue dich zu träumen») nominiert.

In der Sparte «Schlechtester Film» treffen etwa das polnische Erotik-Drama «365 Tage», der Gruselfilm «Fantasy Island»» und der Musical-Film «Music» - das Regiedebüt der Sängerin Sia - aufeinander. Mit jeweils sechs Nominierungen sind «365 Tage» und «Die fantastische Reise des Dr. Dolittle» die Top-Kandidaten bei der 41. Spottpreisverleihung.

In den Nebenrollen-Sparten kann es unter anderen Glenn Close («Hillbilly Elegy»), Kristen Wiig («Wonder Woman 1984»), Arnold Schwarzenegger («Iron Mask»), Bruce Willis («Hard Kill») oder Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani treffen. Giuliani taucht in dem neuen «Borat»-Film von Komiker Sacha Baron Cohen in einer prekären Interview-Szene mit der Hand in seiner Hose auf.

Die Razzie-Trophäe für das schlechteste Leinwandpaar könnte an Harrison Ford als Goldsucher in dem Abenteuerfilm «Ruf der Wildnis» gehen - zusammen mit dem «total unecht» wirkenden digital erstellten Hund Buck, befanden die Preisverleiher. Wegen der Corona-Krise gibt es zudem eine Sondertrophäe für 2020 als «Schlimmstes Kalenderjahr aller Zeiten». Vor einem Jahr hatten die Juroren das von Kritikern verrissene Filmmusical «Cats» mit sechs Schmähpreisen überhäuft.

Die «Razzies» waren 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen worden. Mehr als 1100 Mitglieder aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern sollen an der Abstimmung beteiligt sein.

Die Nominierten bleiben der Witz-Show normalerweise fern. Eine Ausnahme machten «Catwoman» Halle Berry (2005) und auch Sandra Bullock, die 2010 den Spottpreis für «Verrückt nach Steve» persönlich abholte.

Die Verkündung der «Gewinner» erfolgt traditionell am Vortag der Oscar-Gala, die in diesem Jahr am 25. April über die Bühne gehen soll. Am Montag gibt die Filmakademie in Hollywood die Oscar-Nominierungen bekannt.

© dpa-infocom, dpa:210313-99-804759/3



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