Boulevard
01.03.2021

Erster Friseurtermin nach Lockdown für 422 Euro

Bayreuth (dpa) - Satte 422 Euro hat sich ein Kunde in Bayreuth den ersten Haarschnitt nach dem Lockdown kosten lassen. Das Geld soll an die Bayreuther Tafel und ein Projekt für trauernde Kinder gespendet werden.

«Er war glückselig, dass die Wolle endlich runter konnte», erzählte Friseur Andreas Nuissl, der die Idee für die Versteigerung des ersten Termins hatte, am Montag. «Wolle im wahrsten Sinne des Wortes - bei seinen Naturlocken sah er aus wie ein Schaf.»

Im Oktober sei der 43-jährige Handwerker das letzte Mal beim Friseur gewesen, sagte Nuissl. Bestimmt sechs Zentimeter Locken habe er nun abgeschnitten. «Es ist ein unglaubliches Gefühl, endlich wieder arbeiten zu können.»

Friseure waren seit dem Lockdown Mitte Dezember geschlossen. Ein Haarschnitt ist nur mit Termin möglich. Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen, Friseure mindestens medizinische Gesichtsmasken. Außerdem brauchen Salons ein Hygienekonzept, dazu zählt auch der Mindestabstand zwischen Kunden von 1,5 Metern.

«Wir sind immer noch in der Pandemie», betonte Nuissl. «Wir dürfen nichts überstürzen und auf jeden Platz einen Kunden setzen.» Das habe auch sein Gutes - wegen der notwendigen Pausen sei der erste Arbeitstag nicht so stressig wie gedacht. Bis Ende März sei er komplett ausgebucht.

Rund 2000 Euro an Spenden seien schon zusammen gekommen, Mitte März wolle er das Geld übergeben. «Die Spendenbox lasse ich noch bis dahin stehen. Das ist auch ein guter Gesprächsstoff für Kunden, dann reden wir nicht nur über Corona.»

© dpa-infocom, dpa:210301-99-643290/3



Thema des Tages

WHO erteilt chinesischem Corona-Impfstoff Notfallzulassung

Genf (dpa) - Als erste chinesische Firma erhält Sinopharm eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihren Corona-Impfstoff. Die Entscheidung teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf mit. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Pegida in Sachsen als extremistisch eingestuft
  • Corona-Erleichterungen für Geimpfte greifen von Sonntag an
  • Bundesrat: Kindesmissbrauch gilt künftig als Verbrechen
  • Computer

    Verfassungsschutz soll auf Chatdienste zugreifen dürfen

    Berlin (dpa) - Union und SPD halten es für notwendig, dass der Verfassungsschutz in Zukunft nicht nur SMS mutmaßlicher Extremisten mitlesen kann, sondern auch verschlüsselte Chats. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Gesetz verbietet Schneckentempo-Internet
  • Ericsson legt Patentstreit mit Samsung bei
  • Instagram-Serie: Was würde Sophie Scholl posten?
  • Wissenschaft

    Astrazeneca für alle - Wissenswertes für Impfwillige

    Berlin (dpa) - Bevorzugtes Impfen von Pflegeheimbewohnern, chronisch Kranken sowie Pflegepersonal und Ärzten gegen Covid-19 - damit ist es in Deutschland ein Stück weit vorbei. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • China bestreitet Gefahr durch herabfallende Raketenstufe
  • Studie: Klimaziel kann Anstieg von Meeresspiegel bremsen
  • Kommt Stopp des Farbstoffs Titandioxid im Essen?
  •