Überblick
23.02.2021

Ludwig: «Über die Klamotten haben wir uns nicht beschwert»

Berlin (dpa) - Die Beach-Volleyballerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch werden in Katar auch in T-Shirt und knielanger Hose aufschlagen.

«Über die Klamotten haben wir uns nicht beschwert», sagte Ludwig in einer Olympia-Podcastfolge der ARD-Sportschau. Die 35-jährige betonte, gerne im sonst üblichen Sport-Bikini anzutreten. Es nicht zu tun, sei aber kein «Beinbruch».

Das Thema war durch den Startverzicht von Karla Borger und Julia Sude aufgeploppt, die wegen der aus ihrer Sicht nicht akzeptablen Kleidervorschriften das Event im März in Katar auslassen. Katars Behörden hatten festgelegt, dass Spielerinnen in Shirts und knielangen Hosen starten sollen statt wie sonst üblich im Sport-Bikini. Vielleicht sei es auch «mal gut, seine Haut vor der Sonne zu schützen», sagte Rio-Olympiasiegerin Ludwig, ergänzte aber: «Wir wollen Probleme in dem Land nicht verschweigen, aber den Sport in den Mittelpunkt rücken. Wir freuen uns tierisch auf das Turnier.»

Nach dem offenbar immer größer werdenden öffentlichen Druck dementierte Katars Volleyball-Verband eine Kleidervorschrift. «Wir möchten klarstellen, dass wir keine Forderung stellen, was Athleten bei der Veranstaltung tragen sollen», hieß es am Dienstag in einer Erklärung. Der QVA verwies auf die World Beach Games 2019 in dem Emirat, wo Beach-Volleyballerinnen im Sport-Bikini spielten.

Katars Verband widerspricht damit den Darstellungen des Weltverbandes. In einer Mail der FIVB an den «Spiegel» hieß es, die Kleidervorschriften seien von den betreffenden katarischen Behörden angefordert worden. Und sie stehen auch auf der FIVB-Internetseite in der Veranstaltungsordnung fürs Turnier. In einem PDF-Dokument unter dem Punkt 10 «Wichtiger Hinweis für die Frauen-Bekleidung» ist eine Abbildung von T-Shirt und knielanger Hose zu sehen. Die FIVB schreibt dazu, dass man mit diesem Outfit die lokale Kultur und Tradition respektiere. Man erwarte die volle Unterstützung der Starterinnen.

Das Turnier im Wüstenemirat, bei dem bisher nur Männer starten durften, ist vielleicht die einzige Möglichkeit, vor dem Olympia-Wettbewerb in Tokio Spielpraxis auf hohem Niveau zu bekommen. Zudem brauchen viele Damen-Teams noch Punkte für die Olympia-Qualifikation. Ludwig/Kozuch sind derzeit 15. des Olympia-Rankings. 16 Startplätze gibt es in Japan. Für einen Start aus sportlicher Sicht hatte auch Borger (32) Verständnis gezeigt, die mit ihrer Partnerin auf Rang zehn steht und für Olympia planen kann.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-556758/3



Thema des Tages

Heftige Beben erschüttern Neuseeland - Tsunami-Warnung

Wellington (dpa) - Vor Neuseeland hat es am Freitag mehrere heftige Erdbeben gegeben. Bis zum Morgen (Ortszeit) wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde drei schwere Beben registriert. »weiter
Lesen Sie auch:
  • US-Repräsentantenhaus stimmt Polizeireformen zu
  • Astrazeneca-Vakzin künftig auch für Menschen ab 65 empfohlen
  • Spahn mahnt zu «Umsicht beim Öffnen» und sagt mehr Tests zu
  • Computer

    Auch britische Behörde prüft Wettbewerb in Apples App Store

    London (dpa) - Nach Verfahren unter anderem in der EU hat auch die britische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zum App Store von Apple eingeleitet. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Google will auf Tracking von Nutzern im Web verzichten
  • Amazon ändert App-Logo nach Hitler-Schnauzbart-Vergleich
  • Microsoft zeigt Unterhaltungen mit Hologrammen
  • Wissenschaft

    Russland: ISS soll bis 2028 im All bleiben

    Moskau (dpa) - Die Arbeit auf der in die Jahre gekommenen Raumstation ISS soll russischen Angaben zufolge noch bis 2028 weitergehen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • 17 Prozent aller Lebensmittel weltweit landen im Müll
  • Verkehr: Emissionen um zehn Millionen Tonnen gestiegen
  • Trisomie-Bluttest soll Kassenleistung werden
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 13.989,50 -0,64%
    TecDAX 3.245,25 -2,24%
    EUR/USD 1,1960 -0,14%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation