Brennpunkte
02.08.2020

Trump will Medien bei Nominierungsparteitag ausschließen

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump will Medienvertreter von der Parteiversammlung ausschließen, die ihn offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl am 3. November küren soll.

Begründung sei die Corona-Krise, berichteten die «Arkansas Democrat Gazette», CNN und andere US-Medien unter Berufung auf Sprecher des Nominierungsparteitags am Samstagabend (Ortszeit).

Die Abstimmung soll am 24. August in Charlotte im US-Staat North Carolina erfolgen und CNN zufolge direkt im Internet übertragen werden. Trump werde in Charlotte keine offizielle Ansprache halten. Laut der «Arkansas Democrat Gazette» wird Trump erst am 27. August in einer Rede, deren Umstände noch nicht geklärt seien, seine Nominierung annehmen.

«Angesichts der im Staat North Carolina gültigen gesundheitsbedingten Restriktionen und Beschränkungen planen wir, dass die (Parteitags-) Arbeit in Charlotte vom Freitag, 21. August, bis zum Montag, 24. August, für die Presse nicht zugänglich ist», erklärte eine Sprecherin des Nominierungsparteitags dem Sender NBC. Zuvor war bereits wegen der Corona-Pandemie der Parteitag zwischenzeitlich nach Florida verlegt worden. Wegen der Infektionsgefahr senkten die Republikaner zudem die Anzahl der Delegierten von 2550 auf 336.

Die Demokraten, die den früheren Vizepräsidenten Joe Biden auf den Schild heben wollen, hatten ebenfalls ihre ursprünglichen Pläne umgeworfen. Zunächst war der Nominierungsparteitag in Milwaukee wegen der Corona-Pandemie um gut einen Monat verschoben worden. Dann kündigten sie an, den Kongress vom 17. bis 20. August weitgehend digital abzuhalten. Der «New York Times» zufolge werden nun nur 300 Delegierte und Journalisten statt mehr als 50.000 erwartet. Ein Programm zum genauen Ablauf liegt noch nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-13130/5



Thema des Tages

Wahl in Belarus: Der «letzte Diktator Europas» unter Druck

Minsk (dpa) - Im autoritär geführten Belarus hat im Schatten zahlreicher Festnahmen die Präsidentenwahl begonnen. Rund 6,8 Millionen Menschen können seit dem Morgen um 7.00 Uhr MESZ in den knapp 5800 Wahllokalen im ganzen Land abstimmen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Ratsversammlung in Kabul empfiehlt Freilassung von Taliban
  • Zahl der Corona-Toten in Brasilien steigt auf über 100.000
  • Duell der Superlative: FC Bayern heiß auf Barcelona
  • Computer

    Trump verschärft Vorgehen gegen Tiktok

    Washington/Peking (dpa) - Mit einer neuen Verfügung hat US-Präsident Donald Trump seinen Kurs gegen die chinesische Video-App Tiktok weiter verschärft. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Smartphones sind für Milliarden Menschen unerschwinglich
  • «Animal Crossing» beschert Nintendo Gewinnsprung
  • Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video


  • Wissenschaft

    Eltern zeigen «Sammelbild-Verhalten» bei Nachwuchsplanung

    Ann Arbor (dpa) - Familien, in denen alle Kinder Jungs oder Mädchen sind, könnten einer Studie zufolge immer seltener werden. Wie Wissenschaftler im Fachblatt «Current Biology» berichten, neigen einige Eltern dazu, so lange Nachwuchs zu bekommen, bis sie Kinder beider Geschlechter haben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Studie: Skurriles Reptil mit Giraffenhals lebte im Wasser
  • Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen
  • Fluss-Wasserstände Monate im Voraus berechnet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.724,00 +0,39%
    TecDAX 3.061,75 +0,15%
    EUR/USD 1,1788 -0,75%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation