Computer und Co.
16.05.2019

Drahtzieher nach weltweitem Online-Betrug vor Gericht

Den Haag (dpa) - Nach Zerschlagen des weltweiten Online-Betrugsnetzes «Avalanche» mit geschätzten Schäden von mehreren hundert Millionen Euro wird mehr als einem Dutzend Drahtzieher der Prozess gemacht.

Diese sollen für den Einsatz der Schadsoftware «GozNym» verantwortlich gewesen sein, die nur eine von mehreren eingesetzten Techniken zum Plündern fremder Bankkonten war, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit.

Gemeinsame Ermittlungen in 40 Ländern in- und außerhalb Europas hatten Ende 2016 zur Zerschlagung des «Avalanche»-Netzwerks geführt, das sich vor allem mit sogenannten Phishing-Attacken Zugriff auf Bankkonten nichtsahnender Computernutzer verschaffte. In Deutschland waren Cybercrime-Spezialisten der Staatsanwaltschaft Verden und der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg an den Ermittlungen beteiligt. Das «Avalanche»-Netzwerk bot seine Expertise nach Europol-Angaben rund 200 Cyberkriminellen an, die rund 20 verschiedene Schadsoftware-Attacken starteten.

Während im außereuropäischen Ausland besonders «GozNym» immense Schäden angerichtet hat, waren deutsche Opfer vor allem durch die Schadsoftware «URLzone» betroffen, berichtete die Polizei in Lüneburg am Donnerstag.



Thema des Tages

Trump ruft zu härterem Durchgreifen auf und greift Biden an

Washington (dpa) - Nach Ausschreitungen in zahlreichen amerikanischen Städten hat US-Präsident Donald Trump demokratische Bürgermeister und Gouverneure zu einem schärferen Durchgreifen aufgerufen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Der Mann, der die Welt verpackte: Christo ist tot
  • «Justice for George»: Proteste in der Fußball-Bundesliga
  • Söder: Kanzlerkandidatur wird im Januar entschieden
  • Computer

    Apple kauft kanadisches Daten-Start-up Inductiv

    Cupertino (dpa) - Apple will seine Sprachassistentin Siri mit einem Zukauf verbessern. Der iPhone-Konzern übernahm das kanadische Start-up Inductiv, das sich auf Technologie zum maschinellen Lernen spezialisiert, wie ein Sprecher bestätigte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Avatar? Plötzlich wieder da - als Spielerei bei Facebook
  • Rocket Internet fürchtet herben Dämpfer durch Corona-Krise
  • Russland weist Vorwurf der Beteiligung an Hacker-Fall zurück


  • Wissenschaft

    Raumfahrer wieder von den USA aus zur ISS gestartet

    Cape Canaveral (dpa) - Erstmals seit neun Jahren sind wieder Astronauten von den USA aus zur Raumstation ISS gestartet - und erstmals starteten sie mithilfe eines privaten Raumfahrtunternehmens. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Deutschlands Welt der Falter erstmals in einem Atlas
  • Pfizer: Corona-Impfstoff zunächst in westlichen Ländern
  • Physiker aus Deutschland bekommen hoch dotierten Kavli-Preis
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.727,00 +1,21%
    TecDAX 3.227,25 +1,30%
    EUR/USD 1,1112 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation