Computer und Co.
18.04.2019

Apple startet zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling

Cupertino (dpa) - Apple hat inzwischen zwei Roboter-Linien zum iPhone-Recycling im Einsatz, die bis zu 2,4 Millionen Geräte pro Jahr zerlegen können.

Wie viele Telefone es tatsächlich werden, hänge unter anderem von der Zahl der Nutzer ab, die sich dafür entscheiden, ihre ausrangierten Handys an Apple zurückzuverkaufen, sagte die für Umweltschutz zuständige Top-Managerin Lisa Jackson der dpa.

Zudem prüfe Apple erst, ob diese Geräte noch aufgebessert und wieder verkauft werden könnten. Im vergangenen Apple-Geschäftsjahr hatte der erste Roboter mit dem Namen Daisy rund eine Million iPhones zerlegt, wie aus dem neuen Umweltbericht des Konzerns hervorgeht. Zugleich seien 7,8 Millionen der an Apple zurückverkauften Geräte runderneuert worden und wieder in den Handel gegangen.

Die Daisy-Roboter können aktuell 15 iPhone-Modelle Bauteil für Bauteil auseinandernehmen. Ziel ist es, wertvolle Materialien wie Edelmetalle gründlicher zu recyceln So könne zum Beispiel Kobalt aus Batterien fast zu 100 Prozent für die Produktion neuer Akkus wiederverwendet werden. Einer der Roboter steht in einem neuen Labor zur Recycling-Forschung in Austin in Texas. Der zweite ist in den Niederlanden in Betrieb.

Jackson, eine frühere Chefin der US-Umweltschutzbehörde EPA, hatte 2017 das Ziel ausgegeben, Technik irgendwann nur mit wiederverwendeten Materialien zu bauen - oder zumindest neu geförderte Rohstoffe mit dem Angebot von Recycling-Wertstoffen an andere auszugleichen. Inzwischen werden zum Beispiel die Gehäuse einiger neuer Modelle der Mac-Computer aus recyceltem Aluminium gefertigt. Apple entwickelte dafür eine spezielle Legierung - und kann daher nur das Aluminium aus eigenen Geräten auf diese Weise wiederverwenden. «Wir müssen uns dem Kreislauf-Ziel schrittweise nähern», sagte Jackson.



Thema des Tages

Bürgerrechtler verklagen Trump - «Marsch auf Washington»

Washington (dpa) - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd im Zuge eines brutalen Polizeieinsatzes erhöhen Bürgerrechtler in den USA den Druck auf Präsident Donald Trump. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Polizist soll Informationen an AfD-Chatgruppe verraten haben
  • Gelingt der Durchbruch im Fall Maddie?
  • Mehrwertsteuer: SPD-Fraktionschef trotzt der Kanzlerin
  • Computer

    Warn-App: Positiv Getestete können sich über Hotline melden

    Berlin (dpa) - Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Twitter sperrt Trump-Video wegen Urheberrechtsverletzung
  • Slack wächst in Corona-Krise - aber nicht so stark
  • Cloud-Initiative Gaia-X wird zum europäischen Daten-Projekt


  • Wissenschaft

    Alpaka Tyson hilft bei Suche nach Corona-Behandlung

    Stockholm (dpa) - Die Hoffnung einiger schwedischer Wissenschaftler in der Corona-Krise lastet auf den Schultern des deutschen Alpakas Tyson. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • «The Lancet» zieht Studie zu Chloroquin und Co. zurück
  • Geberkonferenz für Impf-Allianz übertrifft Erwartungen
  • Kleines Mädchen als großes Wunder
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.763,50 +2,68%
    TecDAX 3.232,75 -0,43%
    EUR/USD 1,1291 -0,40%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation