Überblick
30.06.2020

Vereint: Rashica, Osako und Füllkrug sollen Werder retten

Von Lars Reinefeld, dpa

Bremen (dpa) - Der 20. September 2019 hat für Florian Kohfeldt ganz viel mit dem völlig verkorksten Saisonverlauf von Werder Bremen zu tun.

Einen Tag vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig erlitt Niclas Füllkrug einen Kreuzbandriss, der Königstransfer der Bremer war monatelang zum Zuschauen verdammt. Kohfeldt sprach damals vom «absoluten Worst Case» - und im Anschluss setzte der beispiellose Bremer Absturz ein. Ohne Füllkrug.

Umso wichtiger ist es für Werder, dass der aus Hannover gekommene 27-Jährige im Endspurt der Saison wieder dabei ist. Zwar noch nicht hundertprozentig fit, aber doch so weit, dass er den Norddeutschen im Kampf gegen den Abstieg noch entscheidend helfen kann. Mit seiner körperlichen Präsenz und Wucht gibt Füllkrug dem Bremer Spiel eine Komponente, die zuvor komplett fehlte. Auf einmal hat Werder vorne einen Spieler, der sich auch in der Luft behauptet, Gegenspieler bindet und Mitspieler in Szene setzt.

Es war daher nicht verwunderlich, dass neben Füllkrug beim so wichtigen Sieg gegen den 1. FC Köln, der den Sprung in die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim ermöglichte, auch Milot Rashica und Yuya Osako glänzten und trafen. Zum ersten Mal in dieser Saison stand das Offensiv-Trio gemeinsam auf dem Platz und soll nun für Werder zum Faustpfand in den beiden Rettungsspielen gegen den Dritten der Zweiten Liga am Donnerstag und Montag (jeweils 20.30 Uhr/DAZN und Amazon Prime) werden.

«Es überrascht mich nicht, dass wir diesen Fußball spielen können», sagte Kohfeldt nach der Offensiv-Gala gegen Köln. «Nur bisher hatten wir das so noch nicht zusammen.» Das Resultat: Mickrige neun Törchen daheim vor dem Köln-Spiel.

Mit dem Trio verfügt Kohfeldt nun über eine interessante Mischung, die sich zumindest gegen Köln perfekt ergänzte. Der wuchtige und kopfballstarke Füllkrug, der schnelle und wendige Rashica und der technisch versierte und geschmeidige Osako. «Es war ein Wettlauf mit der Zeit, die ganze Saison über. Aber jetzt haben wir sie endlich alle beisammen», sagte Kohfeldt.

Bevor der Werder-Coach Füllkrug am Samstag gegen Köln erstmals wieder von Beginn an brachte, wählte er übrigens einen ungewöhnlichen Weg. «Ich habe ein paar Leute aus seinem privaten Umfeld angerufen und sie gefragt, ob er ihnen dasselbe erzählt wie mir», berichtete Kohfeldt. Als die Kumpels bestätigten, dass Füllkrug auch ihnen gegenüber erzählte, dass er sich wieder richtig fit fühlte, brachte Kohfeldt den Mittelstürmer von Anfang an - und stellte damit die Weichen für das Vermeiden des direkten Abstiegs.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-616651/2



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