Überblick
15.05.2019

Ackermann feiert zweiten Etappensieg beim Giro d'Italia

Von Christoph Sicars, dpa

Terracina (dpa) - Selbst die breiten Pfützen auf der Zielgeraden konnten Pascal Ackermann nicht ausbremsen.

Mit einer erneuten Energieleistung sprintete der deutsche Radprofi vom Team Bora-hansgrohe im Finale der fünften Etappe noch an seinen Konkurrenten vorbei und zu seinem zweiten Tageserfolg beim 102. Giro d'Italia. Nach 140 Kilometern von Frascati nach Terracina verwies der 25 Jahre alte Pfälzer im Massensprint den Kolumbianer Fernando Gaviria und den Franzosen Arnaud Démare auf die Plätze. Er hatte zuvor bereits den zweiten Tagesabschnitt der Italien-Rundfahrt 2019 gewonnen.

«Der ganze Tag war wegen dem ganzen Regen und der Kälte irgendwie unheimlich. Man konnte teilweise kaum etwas sehen. Zum Glück ist nichts passiert. Ich bin einfach sehr glücklich, hier gewonnen zu haben», sagte Ackermann nach seinem fünften Saisonsieg im TV-Sender Eurosport. Obwohl er knapp 500 Meter vom dem Ziel eingeklemmt war, gab der deutsche Straßenmeister aus Landau Gaviria und den anderen Konkurrenten doch noch das Nachsehen.

Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte auf der vorwiegend flachen Etappe der Slowene Primoz Roglic. Mit 35 Sekunden führt der ehemalige Skispringer auf den Briten Adam Yates. Rang drei belegt weitere vier Sekunden dahinter der Italiener Vincenzo Nibali.

Lange bestimmt wurde der relativ kurze Tagesabschnitt zuvor von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, die sich wenige Kilometer nach dem scharfen Start gebildet hatte. Doch mehr als zwei Minuten ließ das Feld nicht an Vorsprung zu, und so wurde rund 23 Kilometer vor dem Ziel im Belgier Louis Vervaeke der letzte Ausreißer gestellt.

Bereits früh beendet sind die Hoffnungen auf seinen zweiten Giro-Gesamtsieg nach 2017 für Tom Dumoulin. Der Niederländer stieg kurz nach dem Start der Etappe, die Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte eröffnet hatte, noch in der neutralisierten Phase vom Rad. Wie Dumoulins deutscher Sunweb-Rennstall mitteilte, erwiesen sich die am Vortag zugezogenen Verletzungen des Niederländers «als zu schmerzhaft», um die Italien-Rundfahrt fortzusetzen.

Dumoulin war auf dem vierten Teilstück gestürzt und erreichte mit einem blutenden Knie und mit mehr als vier Minuten Rückstand auf Etappensieger Richard Carapaz das Tagesziel. «Das Knie tut immer noch weh, aber wir hoffen, dass es im Laufe des Tages besser wird. Ich werde alles geben, um es zu schaffen. Daumen drücken», hatte Dumoulin noch vor dem Start der Etappe getwittert.

Ebenfalls nicht mehr im Rennen ist der Slowene Kristijan Koren, der aufgrund seiner möglichen Verstrickung in die Dopingaffäre «Operation Aderlass» vom Radsport-Weltverband UCI suspendiert und von seinem UAE-Team Emirates aus dem Rennen genommen wurde. Bereits vor der vierten Etappe wurde Korens kolumbianischer Teamkollege Juan Sebastian Molano wegen auffälliger Blutwerte aus dem Giro genommen.



Thema des Tages

Proteste und Gewalt in USA weiten sich aus

Minneapolis (dpa) - In zahlreichen Städten der USA hat der Tod des Schwarzen George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz zu neuen Protesten mit Gewalt geführt. In Minneapolis, wo Floyd am Montag ums Leben kam, gingen viele Menschen trotz Ausgangssperre die vierte Nacht in Folge auf die Straße. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Lufthansa-Rettung nimmt wichtige Hürde
  • Bayern-Alleingang, Abstiegssorgen und Schalker Probleme
  • Trump verkündet Abbruch der US-Beziehungen zur WHO
  • Computer

    Apple kauft kanadisches Daten-Start-up Inductiv

    Cupertino (dpa) - Apple will seine Sprachassistentin Siri mit einem Zukauf verbessern. Der iPhone-Konzern übernahm das kanadische Start-up Inductiv, das sich auf Technologie zum maschinellen Lernen spezialisiert, wie ein Sprecher bestätigte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Avatar? Plötzlich wieder da - als Spielerei bei Facebook
  • Rocket Internet fürchtet herben Dämpfer durch Corona-Krise
  • Russland weist Vorwurf der Beteiligung an Hacker-Fall zurück


  • Wissenschaft

    Deutschlands Welt der Falter erstmals in einem Atlas

    Leipzig/Berlin (dpa) - Wer in Deutschland einen Feuer- oder Apollofalter sehen will, muss unter Umständen weit reisen: Beide Schmetterlinge kommen nur noch in einzelnen Gebieten vor. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Pfizer: Corona-Impfstoff zunächst in westlichen Ländern
  • Schlechtes Wetter: «Crew Dragon»-Start zur ISS verschoben
  • Physiker aus Deutschland bekommen hoch dotierten Kavli-Preis
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.727,00 -0,46%
    TecDAX 3.227,25 +1,71%
    EUR/USD 1,1097 +0,17%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation