Kiel und Flensburg fordern neue Nachwuchsliga
Der THW Kiel ist die Nummer eins im deutschen Handball. Foto: Carsten Rehder
«Es muss dringend eine bessere Anschlussförderung für Spieler zwischen 19 und 22 Jahren geschaffen werden», sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt in München vor dem Supercup (21. August) zwischen den beiden Teams. In einer solchen neuen Übergangsliga müssten junge Spieler auf das hohe Profi-Niveau der Bundesliga herangeführt würden.
«Die Jungs kommen aus der heilen Welt der Junioren-Bundesliga und treffen dann plötzlich auf austrainierte Zwei-Meter-Profis - diesen Sprung schaffen nur ganz wenige», erklärte Flensburgs Manager Dierk Schmäschke. Viele würden zu schnell aufgeben und «spielen dann für 500 Euro monatlich irgendwo auf dem Land», ergänzte Elwardt und kritisierte den mangelnden Ehrgeiz vieler deutscher Nachwuchsakteure: «Die Jungs aus Island oder Kroatien arbeiten ganz anders an sich.» Das sei auch ein Grund für die jüngsten Pleiten der DHB-Auswahl. Bei den Olympischen Spielen in London hatte das Team ganz gefehlt.
