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10.08.2012

IOC erkennt Hamilton Olympiasieg von 2004 ab

Die Goldmedaille von 2004 hat Tyler Hamilton bereits zurückgegeben. Foto: Gero Breloer

London (dpa) - Das IOC hat dem ehemaligen Radprofi Tyler Hamilton seinen Olympiasieg im Zeitfahren bei den Athen-Spielen 2004 nachträglich aberkannt. Die Goldmedaille wird jetzt dem Russen Wjatscheslaw Jekimow zugesprochen, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) in London mit.

Silber geht an den Amerikaner Bobby Julich, Bronze an den Australier Michael Rogers. Der US-Profi war nach den Spielen in Athen des Blutdopings überführt worden, durfte sein Gold aber knapp acht Jahre behalten, weil seine B-Probe durch falsche Lagerung zerstört wurde. Nach seinem insgesamt dritten Dopingvergehen war Hamilton im April 2009 für acht Jahre gesperrt worden und hatte danach seine Karriere beendet. Nach jahrelangem Leugnen hat er im Vorjahr Doping zugegeben und seine Goldmedaille bereits zurückgegeben. Die achtjährige Verjährungszeit für die Kontrollen von Athen endet am 29. August.

Im Rahmen seines Doping-Geständnisses sagte er umfassend gegen seinen früheren Teamkollegen Lance Armstrong aus und bezichtigte diesen des Dopings. In der laufenden Ermittlung der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA soll Hamilton zu den zehn Kronzeugen zählen, die die Anklage gegen Armstrong aufbieten will. Von 1999 bis 2001 war Hamilton als Helfer an den ersten von sieben Toursiegen des Texaners beteiligt.



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    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation