Motorenmix - News
01.07.2012

DTM: Green siegt mit Mercedes auf dem Norisring

Von Arne Leyenberg, dpa

Der britische Rennfahrer Jamie Green hat das Rennen auf dem Norisring gewonnen. Foto: David Ebener

Nürnberg (dpa) - Buchstäblich in der letzten Runde machte er den Jubiläums-Sieg perfekt: Kurz vor dem Zielstrich fing Jamie Green Titelverteidiger Martin Tomczyk noch ab und fuhr am Sonntag den zehnten Erfolg in Serie für Mercedes-Benz am Norisring heraus.

Der Stadtkurs von Nürnberg ist schließlich Greens Hausstrecke im Rennkalender des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM): von 2008 bis 2010 siegte der Brite dreimal nacheinander, 2011 wurde er Zweiter.

«Das Glück war heute auf meiner Seite», sagte ein überglücklicher Green. «Mein Auto hat einfach so gut funktioniert.» «Das war wie aus dem Drehbuch für einen Film, einfach unglaublich», meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. «Es ist eine Schande, wenn man das Rennen in der letzten Runde verliert. Das ist das Schlimmste, was passieren kann», klagte Tomczyk.

Mit seinem vierten Triumph verhinderte Green einen Doppelerfolg von Rückkehrer BMW. Denn der Rosenheimer Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler hatten bis kurz vor Schluss noch geführt - dann überholte Green sie mit einem furiosen Schluss-Spurt in der 78. Runde. Auf regennasser Fahrbahn hatte es zuvor zahlreiche Kollisionen gegeben. So war der Gesamtführende Garry Paffett (Großbritannien) im Mercedes nach dem Start auf Platz 19 zurückgefallen, schloss das Rennen jedoch noch als Vierter ab.

Paffett, von der Pole Position aus gestartet, hatte sich gleich in der ersten Kurve gedreht und für einen Verkehrsstau gesorgt. Den zweimaligen DTM-Champion Mattias Ekström traf es noch härter. Der Schwede brachte seinen lädierten Audi gerade noch in die Box, für ihn war das Rennen jäh beendet. «Da merkt man, dass auch im Profisport Amateure unterwegs sind», klagte Ekström, der den Brasilianer Augusto Farfus im BMW für sein Ausscheiden verantwortlich machte.

Nutznießer des turbulenten Startes war Ralf Schumacher. Der frühere Formel-1-Pilot setzte sich an die Spitze des Feldes, auch Tomczyk spülte der Start im Nassen nach vorne. Von Platz sechs aus gestartet, setzte sich der BMW-Pilot hinter Schumacher. In der 17. Runde übernahm der Rosenheimer dann sogar die Führung. Denn Schumacher musste wegen eines Elektronik-Problems bei seinem Rennwagen gleich drei Verfolger passieren lassen. Der Kerpener blieb beinahe mitten auf der Strecke stehen - Tomczyk, Spengler und Green überholten.

Paffet startete eine furiose Aufholjagd vom Ende des Feldes, die ihn zur Hälfte des Rennens sogar an die Spitze zurückführte. Zur gleichen Zeit musste Schumacher aufgeben - sein Wagen streikte. «Das hätte heute sehr, sehr gut werden können ohne diese Probleme», meinte Schumacher. Greens Fahrt zum Sieg und auf Platz zwei der Gesamtwertung konnte Schumacher nur noch am Bildschirm in der Boxengasse verfolgen. Der dritte Hersteller Audi dagegen erlebte bei seinem Heimrennen einen Absturz: bester Pilot war Mike Rockenfeller auf dem sechsten Rang. «Das ist ein Desaster», sagte Rockenfeller.



Thema des Tages

Mindestens 91 Tote bei Tornado in Oklahoma

Washington (dpa) - Die Warnung kam nur eine Viertelstunde, bevor der gigantische Tornado zuschlug. Mit Tempo 300 rast er über einen Vorort von Oklahoma City. Viele Menschen sterben, unter ihnen Grundschulkinder. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe wird erst allmählich klar. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Tödlicher Tornado trifft US-Bundesstaat Oklahoma
  • Tornado wird zum Top-Thema auf Twitter
  • Report: Stunde Null in amerikanischer Kleinstadt
  • Computer

    Yahoo macht New York zu neuem Standbein

    New York (dpa) - Der Umbau bei Yahoo geht weiter: Das kalifornische Internet-Unternehmen verstärkt sein Standbein in New York und richtet dort ein neues großes Büro ein. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Microsoft lüftet erste Geheimnisse seiner neuen Xbox
  • SAP stellt bis 2020 Hunderte Autisten ein
  • Tumblr-Gründer Karp - der spartanische Internet-Tycoon


  • Wissenschaft

    Erstmals wieder Wisent-Baby in freier Wildbahn geboren

    Bad Berleburg (dpa) - In Deutschland ist nach Angaben von Artenschützern erstmals seit Jahrhunderten wieder ein Wisent in freier Wildbahn zur Welt gekommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Klinik setzt Gehroboter für Gelähmte ein
  • Amerikanische Zikadenart kann deutsche Weinstöcke bedrohen
  • Vögel: Gute Taucher sind zwangsläufig schlechte Flieger
  • Börse
    DAX
    DAX 8.450,50 -0,06%
    TecDAX 965,75 -0,57%
    EUR/USD 1,2861 -0,18%

    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation