Wissenschaft
22.07.2019

Humanitäre Krisen erschweren Kampf gegen Aids

Mexiko-Stadt (dpa) - Humanitäre Krisen und Diskriminierung gefährden nach Ansicht von Wissenschaftlern die Fortschritte im Kampf gegen Aids und HIV.

Die starke Migration aus Mittelamerika und Venezuela oder die Flucht vor der Gewalt in Syrien erschwerten die gesundheitliche Versorgung von Millionen Menschen, sagte der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), Anton Pozniak, zu Eröffnung einer internationalen Konferenz der Organisation in Mexiko-Stadt. Er kritisierte, dass ultrakonservative Regierungen zur Diskriminierung beitrügen. «Diese schlagen aus Rassismus, Homophobie und Ignoranz politisches Kapital.»

«Wir leben jetzt in einem Jahrhundert, wo alle Werkzeuge zum Beendigen der HIV-Epidemie vorhanden sind», gab der Bonner Professor und Präsident der Europäischen Aids-Gesellschaft, Jürgen Rockstroh, zu bedenken. An der Konferenz in Mexiko nehmen rund 5000 Experten aus 140 Ländern teil.

Das HI-Virus befällt und zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht Infizierte anfällig für Krankheiten. Unbehandelt ist die Folge Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome/Erworbenes Immunschwächesyndrom). Nach jüngsten Zahlen des UN-Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) haben sich im vergangenen Jahr weltweit 1,7 Millionen Menschen neu angesteckt. Das sei ein Rückgang um 16 Prozent seit 2010.

2018 lebten nach der Schätzung eine Million mehr Menschen mit HIV als im Jahr davor, insgesamt 37,9 Millionen. Nur gut 60 Prozent wurden aber mit den lebenswichtigen Medikamenten versorgt.



Thema des Tages

China kündigt neue Vergeltungszölle gegen die USA an

Peking/Washington (dpa) - Wie Du mir, so ich Dir: China hat im Handelskrieg mit den USA neue Strafzölle angekündigt, die den jüngst von Washington verhängten Importgebühren entsprechen. Der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften eskaliert damit weiter. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Rennen offen: SPD und CDU in Umfragen vor AfD
  • Europa macht wegen Amazonas-Bränden Druck auf Bolsonaro
  • SPD will Reiche mit neuer Vermögensteuer zur Kasse bitten
  • Computer

    Bericht: iPhones bekommen weiteres Ultra-Weitwinkel-Objektiv

    San Francisco (dpa) - Neue Spitzenmodelle des iPhones von Apple sollen im Herbst laut einem Medienbericht ein zusätzliches Ultra-Weitwinkel-Objektiv sowie den Namenszusatz «Pro» bekommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • TimeRide bietet virtuelle Zeitreise durch geteiltes Berlin
  • Telekom: Schnelles Internet in über 30 Millionen Haushalte
  • Großer Andrang bei Eröffnung der Gamescom


  • Wissenschaft

    Lungenprobleme durch E-Zigarette: Erster Toter in den USA

    New York (dpa) - Nach einer Welle von schweren Lungenproblemen nach der Benutzung von E-Zigaretten gibt es in den USA einen ersten Todesfall. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Viele unterschätzen Gefahr durch Radon
  • Vision von Tomaten auf dem Mond
  • Experten: Nachtarbeit ist wahrscheinlich krebserregend
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.574,00 -1,47%
    TecDAX 2.704,00 -1,63%
    EUR/USD 1,1141 +0,54%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation