Wissenschaft
25.05.2019

Zwanghaftes Sexualverhalten als Krankheit anerkannt

Genf (dpa) - Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sind nun international anerkannte Gesundheitsstörungen.

Beide sind in der neuen «Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11)» aufgeführt, die am Samstag bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) formell angenommen wurde, wie die WHO mitteilte. Die Vollversammlung der mehr als 190 WHO-Mitgliedsländer in Genf geht am Dienstag (28.5.) zu Ende.

Der Katalog ist erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst worden. Er listet 55 000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen auf. Ärzte registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Für krankhaftes Video- oder Online-Spielen ist es «6C51», für zwanghaftes Sexualverhalten «6C72». Damit können präzisere Statistiken erstellt und Gesundheitstrends besser dokumentiert werden, wie Robert Jakob, Gruppenleiter Klassifikationen (ICD) bei der WHO, zuvor sagte. Alle WHO-Mitglieder sollen ihren Krankheiten ab Anfang 2022 nach dem neuen Katalog erfassen.

Nach Angaben des deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation rechnen Krankenkassen nach dem für Deutschland jeweils leicht modifizierten Katalog auch Behandlungen ab. Auch Statistiken zu Todesursachen werden nach den Codes geführt.



Thema des Tages

Macron macht bei Treffen mit Putin Druck in Ukraine-Krise

Brégançon (dpa) - Frankreichs Staatspräsident Emmanuel hat in der Ukraine-Krise Druck auf seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin ausgeübt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Kramp-Karrenbauer will Einsatz gegen IS fortsetzen
  • Vor 30 Jahren: Historische Flucht von DDR-Bürgern aus Ungarn
  • Deutschland holt erstmals IS-Kinder aus Syrien zurück
  • Computer

    Games-Branche feiert «Opening Night Live»

    Köln (dpa) - Mit einem Abend voller Spiele-Neuheiten und rund 1500 Fans hat die Gamescom in Köln am Montagabend auf der «Opening Night Live» ihren Auftakt gefeiert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Neue App lässt Berliner Mauer in Augmented Reality erleben
  • Huawei bekommt weitere drei Monate Aufschub bei US-Blockade
  • E-Sport mit kräftigem Umsatzzuwachs in Deutschland


  • Wissenschaft

    Amselsterben vermutlich noch schlimmer als 2018

    Berlin/Hamburg (dpa) - Das tropische Usutu-Virus wird Experten zufolge in diesem Jahr vermutlich zu einem noch stärkeren Amselsterben in Deutschland führen als im vergangenen Jahr. Es sei deutlich feuchter und mückenreicher als im Vorjahr. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Wie Raucher und Trinker von Äpfeln und Tee profitieren
  • Island erklärt offiziell ersten Gletscher für «tot»
  • Handel mit Wildtieren: Eine Lösung für deren Schutz?
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.687,00 +1,07%
    TecDAX 2.745,75 +1,57%
    EUR/USD 1,1087 +0,06%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation