Wissenschaft
21.05.2019

Online-Spielsucht kommt in Katalog der Krankheiten

Genf (dpa) - WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die Anstrengungen mehrerer Länder gelobt, der Bevölkerung eine bezahlbare Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Zum Auftakt der 72. Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf nannte er als Beispiele Kenia, Indien, Südafrika, Ägypten, El Salvador, Griechenland und die Philippinen. «Die Welt hat große Fortschritte mit Blick auf eine allgemeine Gesundheitsversorgung gemacht», sagte er.

Allerdings fehlten weltweit rund 18 Millionen Fachkräfte im Gesundheitswesen, um die gesteckten Ziele bis 2030 zu erreichen. «Es ist unerlässlich, dass alle Länder in entsprechende Arbeitsplätze investieren, um diese Lücke zu schließen und Gesundheit für alle zu gewährleisten.» Nach WHO-Angaben hat weiterhin mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von rund 7,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversorgung. Rund 100 Millionen Menschen rutschten zudem jährlich in die Armut ab, weil Gesundheitsausgaben ihre Möglichkeiten überstiegen.

Deutschland kündigte auf der Konferenz weitere zehn Millionen Dollar Soforthilfe an die WHO zur Bekämpfung des aktuellen Ebola-Ausbruches im Kongo an. «Es kommt darauf an, dass den Menschen vor Ort schnell geholfen wird und die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet. Wir tun das aus internationaler Verantwortung. Aber auch aus Selbstschutz. Denn die Epidemie macht nicht an Grenzen halt», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die WHO hatte am Freitag wegen anhaltender Angriffe von Milizen auf Helfer und Behandlungszentren vor einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie im Osten des Kongos gewarnt.

Auf der bis zum 28. Mai laufenden WHO-Jahresversammlung soll erstmals seit 30 Jahren der weltweit gültige Katalog der Gesundheitsstörungen grundlegend neu gefasst werden. Auch zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sollen künftig dazu gehören. Der Katalog, der von den Delegierten aus rund 190 Ländern in Genf beschlossen werden wird, beinhaltet etwa 55.000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen.



Thema des Tages

Senat beschließt Eckpunkte für Mietendeckel in Berlin

Berlin (dpa) - Der rot-rot-grüne Senat in Berlin will einen fünfjährigen Mietenstopp in der Hauptstadt einführen. Die Regierung einigte sich auf entsprechende Eckpunkte, wie Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) nach der Senatssitzung sagte. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Verdächtiger im Fall Lübcke war zuvor unauffällig
  • Oberste EU-Richter stoppen die deutsche Pkw-Maut
  • Platini in Gewahrsam - Ermittlungen wegen WM 2022
  • Computer

    Facebook will eine digitale Weltwährung etablieren

    Menlo Park (dpa) - Facebook will die Finanzwelt umkrempeln: Das Online-Netzwerk hat eine neue globale Währung erfunden. Das Digitalgeld mit dem Namen Libra basiert ähnlich wie der Bitcoin auf der sogenannten Blockchain-Technologie, soll aber ohne Kursschwankungen auskommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • «Top 500» der Supercomputer: Ohne «Petaflops» geht nichts
  • Auch Huawei verschiebt Start seines Auffalt-Smartphones
  • Netzagentur verliert Gmail-Streit mit Google vor EuGH


  • Wissenschaft

    Milliarden Menschen noch ohne sauberes Trinkwasser

    Genf (dpa) - Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben nach einem Fortschrittsbericht der Vereinten Nationen weiterhin keine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser. 2,2 Milliarden Menschen sind betroffen, das sind 28,6 Prozent der Weltbevölkerung. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Sonne, Stiche, Salzwasser: Die Haut hat im Sommer Stress
  • Riesige Schwammspinner-Plage in Gunzenhausen und Gera
  • Woher kommt der süße Blick von Hunden?
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.337,50 +2,08%
    TecDAX 2.842,50 +1,73%
    EUR/USD 1,1191 -0,27%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation