Wissenschaft
19.05.2019

China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen

Chengdu (dpa) - Riesenpandas sind alle schwarz-weiß und flauschig - und doch hat jeder offensichtlich seine eigenen Gesichtszüge, die ihn von Artgenossen unterscheiden.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll eine App zur Gesichtserkennung Artenschützern künftig helfen, Pandas zu identifizieren und mehr über das Leben und Verhalten der stark bedrohten Bärenart zu erfahren.

Das Tool wurde bislang mit 120.000 Bildern und 10.000 Videos von Riesenpandas gefüttert. Knapp 10.000 Panda-Bilder seien analysiert und mit Markierungen und Anmerkungen versehen worden, meldete die chinesische Staatsagentur. Auf Grundlage dieser Daten und der Technik seien Forscher imstande, Panda-Gesichter automatisch zu erkennen. Nach Angaben von Xinhua hat Chinas zuständiges Panda-Forschungszentrum gemeinsam mit Forschern von Universitäten aus Sichuan und Singapur seit 2017 die Technik zur Gesichtserkennung entwickelt.

«Die App und die Datenbank werden uns helfen, genauere und vollständige Daten zu sammeln über Population, Verbreitung, Alter, Geschlechterverhältnis, Geburten und Todesfälle von wilden Pandas, die tief in den Bergen leben und schwer zu verfolgen sind», sagte der ins Vorhaben involvierte Wissenschaftler Chen Peng der Staatsagentur.

Die Wissenschaftler erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über Vertreter der in der Natur ausschließlich in China vorkommenden Bären. Weltweit existieren knapp 550 Riesenpandas in Gefangenschaft, etwa in Zoos. Wild leben etwas weniger als 2000 Pandas vor allem in den chinesischen Provinzen Sichuan und Shaanxi.

Überwachungskameras, die Passanten per Gesichtserkennung orten können, gibt es in China seit längerem. Flughäfen, Universitäten und Restaurants setzen Gesichtserkennung beim Einchecken, Einlass oder zum Bezahlen ein. Sie werden auch in der Oasen-Stadt Kaschgar genutzt, wo viele Uiguren wohnen. Diese beklagen gewaltsame Unterdrückung, während ihnen die Chinesen Separatismus vorwerfen. In einigen chinesischen Städten wird jemand, der bei Rot über die Ampel geht, bereits von intelligenten Kameras identifiziert.



Thema des Tages

Deutschland schwitzt: Heißester Tag des Jahres bei 36,8 Grad

Offenbach (dpa) - Unmittelbar nach dem heißesten Tag dieses Jahres soll es an diesem Mittwoch in Deutschland noch einmal wärmer werden. Hoch «Ulla» dürfte besonders im Südwesten die Temperaturen bis auf 39 Grad hochtreiben, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Generalbundesanwalt klagt «Revolution Chemnitz» an
  • Beide Flugschreiber der abgestürzten Eurofighter gefunden
  • Studie zu Großstadtkindern: Generation Rücksichtslos?
  • Computer

    Unionsfraktion will mit digitalem Euro Libra paroli bieten

    Berlin (dpa) - Die Unionsfraktion im Bundestag setzt sich für die Einführung eines digitalen Euros ein, um der geplanten digitalen Weltwährung Libra von Facebook nicht alleine das Feld zu überlassen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Globale Hacker-Attacke auf Mobilfunk-Betreiber aufgedeckt
  • Amazon verlängert Abokunden-Aktion Prime Day auf 48 Stunden
  • Facebook schafft Aufsichtsgremium für Hassrede-Bekämpfung


  • Wissenschaft

    Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?

    Nairobi/Berlin/Cambridge (dpa) - Der Tod des Nashorns Sudan im vergangenen Jahr in Kenia ging um die Welt. Unter den Tieren war der Bulle ein Promi: Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • SpaceX-Rakete bringt Satelliten ins All
  • Darmbakterien können sportliche Leistung erhöhen
  • Kampf gegen Klimawandel: Jane Goodall setzt auf die Jugend
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.185,50 -0,73%
    TecDAX 2.821,75 -1,07%
    EUR/USD 1,1370 +0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation