Wissenschaft
15.02.2019

In die Fotofalle getappt: Seltener schwarzer Leopard gefilmt

Nairobi (dpa) - Der «Black Panther» lebt: Ein seltener schwarzer Leopard ist in Kenia gefilmt und fotografiert worden - Wissenschaftlern zufolge das erste Mal seit rund 100 Jahren.

Nachdem das Tier in Laikipia im Zentrum Kenias gesichtet wurde, stellten die Wissenschaftler um Nicholas Pilfold vom Institute for Conservation Research am San Diego Zoo im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben acht Kameras in dem Gebiet auf. So konnten sie das Weibchen demnach fünf Mal filmen. «Wir haben die Aufnahmen veröffentlicht um zu bestätigen, dass schwarze Leoparden tatsächlich hier leben», sagte Pilfold der Deutschen Presse-Agentur.

Die Aufnahmen und ein weiteres Foto aus 2007 seien die ersten «in fast 100 Jahren, die die Existenz eines schwarzen Leoparden in Afrika bestätigen, und die ersten in Kenia», schreiben die Wissenschaftler in der Ende Januar veröffentlichten Studie. Das 2007 aufgenommene Foto hätten die Wissenschaftler erhalten, und es zeige einen schwarzen Leoparden in einem nahe liegenden Naturschutzgebiet. Allerdings gibt es der kenianischen Zeitung «Daily Nation» zufolge einen weiteren Fotobeweis in Afrika: Demnach nahm 2013 eine ihrer Fotografinnen ein Bild eines schwarzen Leoparden in Kenia auf.

Neben den Aufnahmen der Wissenschaftler um Pilfold konnte ungefähr zeitgleich auch der Fotograf Will Burrard-Lucas Fotos eines schwarzen Leoparden in Laikipia schießen. Vor den jüngsten Aufnahmen war den Wissenschaftlern zufolge nur ein Foto von einem schwarzen Leoparden in Afrika bekannt: aufgenommen in Äthiopien im Jahr 1909.

Der Begriff «schwarzer Panther» wird für jegliche schwarze Großkatzen verwendet, etwa Leoparden oder Jaguare. Schwarze Leoparden werden in Afrika nur selten gesichtet. Sie sind normale Leoparden mit einer Genmutation, die dazu führt, dass deutlich mehr schwarze Pigmente produziert werden. Ein schwarzer Leopard hat aber wie die herkömmlichen Vertreter seiner Art auch die typischen Flecken, sie sind nur meist nicht zu sehen. Mithilfe von Infrarotbeleuchtung konnten die Wissenschaftler in Kenia bestätigen, dass das gesichtete Tier tatsächlich die Muster eines Leoparden hat, wie es hieß.



Thema des Tages

Österreichs Kanzler Kurz soll sich Misstrauensvotum stellen

Wien (dpa) - In der Regierungskrise in Österreich ist der Machtkampf voll entbrannt. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) muss sich in einer Sondersitzung des Parlaments am kommenden Montag voraussichtlich einem Misstrauensantrag stellen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • May will über zweites Brexit-Referendum abstimmen lassen
  • Tiefe Trauer nach Lauda-Tod: Einen Helden verloren
  • 90 Tage Aufschub für Huawei bei Google-Sperre
  • Computer

    Apple weitet Austausch von Macbook-Tastaturen aus

    Cupertino (dpa) - Apple hat weiter Ärger mit den Tastaturen seiner Macbook-Laptops. Nach fortlaufenden Nutzer-Beschwerden weitete der Konzern das Austausch-Programm am Dienstag auch auf Notebook-Modelle aus dem vergangenen und diesen Jahr aus. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Digitalisierung heizt Wettbewerb in Banken-Branche an
  • Unu vernetzt seine E-Roller für Sharing-Dienste
  • Experte: Teslas «Autopilot» war bei Todescrash eingeschaltet


  • Wissenschaft

    Babyhaie fressen Sperlinge, Schwalben und Zaunkönige

    Chicago (dpa) Neugeborene Tigerhaie haben einen ungewöhnlichen Speiseplan: Sie fressen Singvögel, die eigentlich an Land leben. Augenscheinlich sammeln sie bevorzugt erschöpfte Zugvögel aus dem Meer, wenn ihnen ein solcher Happen vors Maul fällt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Online-Spielsucht kommt in Katalog der Krankheiten
  • Neue Definition für das Kilogramm in Kraft
  • Fertiggerichte verleiten zum Zugreifen und machen dick
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.151,50 +0,92%
    TecDAX 2.873,75 +1,23%
    EUR/USD 1,1162 -0,00%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation