Wissenschaft
05.12.2018

Kind mit Hilfe einer Gebärmutter von toter Spenderin geboren

São Paulo/London (dpa) - Erstmals hat eine Frau mit der Gebärmutter einer toten Organspenderin ein Kind zur Welt gebracht. Das Baby wurde nach unkomplizierter Schwangerschaft schon Ende 2017 in Brasilien geboren, wie das Team um Dani Ejzenberg von der Uniklinik São Paulo im Fachblatt «The Lancet» berichtet.

Die Mediziner sprechen von einem Machbarkeitsnachweis, der für viele Frauen, die keine komplette Gebärmutter haben, die Chance auf Nachwuchs verbessere.

Es handelt sich jedoch nicht um die erste Geburt nach einer Gebärmutter-Transplantation. Diese war im September 2013 schwedischen Medizinern gelungen - jenes Organ stammte aber von einer lebenden Spenderin. Seitdem sind dem «Lancet»-Bericht zufolge weltweit elf solche Kinder zur Welt gekommen. Dagegen waren bislang alle Versuche mit Organen Verstorbener gescheitert.

Die brasilianischen Ärzte behandelten nun eine Frau mit dem sogenannten Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom (MRKHS) - einer seltenen angeborenen Fehlbildung der Gebärmutter. Im September 2016 bekam die damals 32-Jährige die Gebärmutter einer 45-jährigen Frau implantiert, die kurz zuvor gestorben war.



Thema des Tages

Drama «Synonyme» gewinnt den Goldenen Bären

Berlin (dpa) - Die Jury eines Filmfestivals muss sich immer auch entscheiden - eher Kunst oder eher Kasse? Bei der 69. Berlinale haben die Juroren die Kunst gewählt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Verhärtete Fronten in München: Merkel rechnet mit Trump ab
  • Schauspieler Bruno Ganz gestorben
  • USA behandeln europäische Autos als Sicherheitsgefahr
  • Computer

    5G: Eilantrag von Vodafone könnte Frequenzauktion verzögern

    Köln (dpa) - Der Widerstand gegen Mobilfunk-Ausbauregeln der Bundesnetzagentur verstärkt sich. Nach Telefónica reichte mit Vodafone ein weiterer Netzbetreiber Antrag auf Eilrechtsschutz beim Kölner Verwaltungsgericht ein, wie ein Behördensprecher sagte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • IT-Verband gegen Smartphone-Verbot für Kinder unter 14
  • Facebook droht Milliarden-Datenschutzstrafe in den USA
  • Deutschland will bei Künstliche Intelligenz aufholen


  • Wissenschaft

    Zecken breiten sich aus: Höchststand bei Hirnentzündung FSME

    Berlin (dpa) - In Deutschland sind 2018 überdurchschnittlich viele Menschen an der von Zecken übertragenen Hirnentzündung FSME erkrankt. Zudem gab es bei den Risikogebieten einen Sprung nach Norden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • In die Fotofalle getappt: Seltener schwarzer Leopard gefilmt
  • Nasa gibt Mars-Rover «Opportunity» auf
  • Neue Schildkrötenart steht kurz vor Ausrottung
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.337,50 +0,33%
    TecDAX 2.593,00 +0,35%
    EUR/USD 1,1293 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation