Wissenschaft
16.11.2018

Sternschnuppen der Leoniden kommen

Berlin (dpa)- Freunde von Sternschnuppen dürfen sich freuen: Die Leoniden erreichen in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag ihren Höhepunkt.

«Insgesamt stehen die Chancen auf freie Sicht gut. Am besten sieht es zwischen den nördlichen Mittelgebirgen und der Donau aus», sagte die Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Im Norden sei allerdings mit aufziehenden Wolken zu rechnen. «Außerdem können in der Nähe von Flussniederungen Nebelfelder auftreten.»

Experten rechnen mit einer geringeren Aktivität der Leoniden als in den Vorjahren. «Erwartet werden bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde», sagte der Leiter des Potsdamer Urania-Planetariums, Simon Plate. Am besten seien sie in den frühen Morgenstunden in dunkler Umgebung zu sehen. «In der zweiten Nachthälfte schaut man in Fahrtrichtung der Erde. Weil die Erde den Leoniden entgegenläuft, sieht man sie dann besser», so Plate.

Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe (lat.: Leo) benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Ihren Ursprung haben die Meteore in der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Sobald Bruchstücke des Kometen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und werden zu Sternschnuppen. «Die Leoniden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen, die wir beobachten können. Sie haben eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde», sagte Plate.

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die sogar aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen.



Thema des Tages

Drama «Synonyme» gewinnt den Goldenen Bären

Berlin (dpa) - Die Jury eines Filmfestivals muss sich immer auch entscheiden - eher Kunst oder eher Kasse? Bei der 69. Berlinale haben die Juroren die Kunst gewählt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Verhärtete Fronten in München: Merkel rechnet mit Trump ab
  • Schauspieler Bruno Ganz gestorben
  • USA behandeln europäische Autos als Sicherheitsgefahr
  • Computer

    5G: Eilantrag von Vodafone könnte Frequenzauktion verzögern

    Köln (dpa) - Der Widerstand gegen Mobilfunk-Ausbauregeln der Bundesnetzagentur verstärkt sich. Nach Telefónica reichte mit Vodafone ein weiterer Netzbetreiber Antrag auf Eilrechtsschutz beim Kölner Verwaltungsgericht ein, wie ein Behördensprecher sagte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • IT-Verband gegen Smartphone-Verbot für Kinder unter 14
  • Facebook droht Milliarden-Datenschutzstrafe in den USA
  • Deutschland will bei Künstliche Intelligenz aufholen


  • Wissenschaft

    Zecken breiten sich aus: Höchststand bei Hirnentzündung FSME

    Berlin (dpa) - In Deutschland sind 2018 überdurchschnittlich viele Menschen an der von Zecken übertragenen Hirnentzündung FSME erkrankt. Zudem gab es bei den Risikogebieten einen Sprung nach Norden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • In die Fotofalle getappt: Seltener schwarzer Leopard gefilmt
  • Nasa gibt Mars-Rover «Opportunity» auf
  • Neue Schildkrötenart steht kurz vor Ausrottung
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.337,50 +0,33%
    TecDAX 2.593,00 +0,35%
    EUR/USD 1,1293 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation