Wissenschaft
19.10.2018

Europäische Sonde BepiColombo fliegt zum Merkur

Darmstadt/Kourou (dpa) - Der sonnennächste Planet Merkur birgt viele Geheimnisse. Um einige davon zu lüften, soll Samstagfrüh (3.45 Uhr MESZ) die Sonde BepiColombo vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana zum Merkur starten.

«Der Merkur kann uns vermutlich ein paar Dinge erzählen, auch über unser Sonnensystem, die wir noch nicht wissen», sagte Johann-Dietrich Wörner, Chef der Europäischen Weltraumorganisation Esa, der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Erkundung der Venus sei keiner darauf gefasst gewesen, dort einen Klimawandel, einen extremen Treibhauseffekt, zu entdecken. Die Mission zum Merkur sei anspruchsvoll: «Es ist eine der Missionen der Esa mit besonders hohem Schwierigkeitsgrad.»

«Die erste Stunde nach dem Start ist am riskantesten», sagte der Flugdirektor für BepiColombo und Leiter der Esa-Abteilung für interplanetare Missionen, Andrea Accomazzo. Die Sonnenpanele müssen nach dem Start rasch ausgefahren werden. Auch in den folgenden 47 Stunden müsse das Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt sehr schnell reagieren, wenn etwas schief läuft. Die erste größere Hürde ist nach drei Tagen geschafft.

Die Reise der europäisch-japanischen Sonde bis zur Ziel-Umlaufbahn des Merkurs soll sieben Jahre dauern, bevor die Forschung am Planeten beginnen kann. Esa-Chef Wörner beziffert die Gesamtkosten der Mission BepiColombo inklusive Entwicklung und Betrieb auf über 2 Milliarden Euro. Davon trägt die Esa 1,5 Milliarden Euro. «Es wird dann unter Umständen am Ende noch etwas dazukommen, wenn wir feststellen, das Ding funktioniert noch prima, und es gibt etwas, das wir uns genauer angucken wollen», sagte Wörner.



Thema des Tages

CIA sieht saudischen Kronprinz hinter Tod Khashoggis

Washington/Kairo (dpa) - Neue Erkenntnisse in der Affäre um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi bringen US-Präsident Donald Trump in Zugzwang. Die CIA kommt nach Medienberichten zu der Einschätzung, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Regierungskritikers in Istanbul befohlen hat. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich
  • Dem Ziel so nah - Tausende Migranten harren an US-Grenze aus
  • Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen
  • Computer

    Schärfere Auflagen für Netzbetreiber bei 5G-Lizenzen

    Bonn (dpa) - Bei der Lizenzvergabe für den zukünftigen schnellen Mobilfunk-Standard 5G zeichnen sich härtere Anforderungen an Netzbetreiber ab. Die Vorgaben gehen aber nicht so weit, wie aus der Politik gefordert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • «Krypto-Kater»: Bitcoin-Flaute lässt Aktie von Nvidia fallen
  • Facebook-Chef: Wusste nichts von Kampagne gegen Kritiker
  • Dell will für Börsennotierung tiefer in die Tasche greifen


  • Wissenschaft

    Sternschnuppen der Leoniden kommen

    Berlin (dpa)- Freunde von Sternschnuppen dürfen sich freuen: Die Leoniden erreichen in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag ihren Höhepunkt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Frühgeborene: Der Start ins Leben gelingt immer besser
  • Wie lange wird es die ISS noch geben?
  • Besser schlafen mit Bach oder Ed Sheeran
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.393,00 +0,46%
    TecDAX 2.580,25 +0,42%
    EUR/USD 1,1419 +0,03%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation