Wissenschaft
20.03.2018

Klimawandel könnte Millionen zum Umsiedeln zwingen

Washington/Berlin (dpa) - Die Folgen des Klimawandels könnten einem Bericht der Weltbank zufolge Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen.

Alleine in Afrika südlich der Sahara, Lateinamerika und Südasien könnten zusammen mehr als 140 Millionen Menschen bis 2050 durch Dürren, Missernten, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel ihr Zuhause verlieren und umsiedeln - damit drohe eine humanitäre Krise, heißt es in dem am Montagabend in Washington veröffentlichten Bericht. Die Experten glauben, dass vorbeugende Maßnahmen und weltweiter Klimaschutz die Zahl der Binnen-Klimaflüchtlinge um bis zu 80 Prozent reduzieren könnten.

Die Studie sei ein Weckruf, teilte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa mit. «Wir haben jetzt ein schmales Zeitfenster, uns auf diese neue Realität vorzubereiten, bevor die Folgen des Klimawandels sich verstärken.» Es werde sich auszahlen, wenn Städte sich auf einen starken Zuzug aus ländlichen Regionen vorbereiteten. Zudem brauchten Betroffene Hilfe bei der Entscheidung, ob sie umziehen oder bleiben sollten.

Nach Angaben der Weltbank wurden die schleichenden Auswirkungen der Erderwärmung, interne Migrationsbewegungen und Entwicklung in diesen drei Weltregionen noch nie so umfassend untersucht. Beteiligt war auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Experten raten, weltweit den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, klimabedingte Wanderungsbewegungen einzuplanen und mehr in die Forschung in diesem Bereich zu investieren.



Thema des Tages

Europaparlament stimmt für umstrittene Urheberrechtsreform

Straßburg (dpa) - Das Europaparlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen zugestimmt und damit den Weg für eine baldige Umsetzung geebnet. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Unterhaus erzwingt Votum über Brexit-Alternativen
  • Brexit bedroht Gewinne und Jobs der deutschen Autobauer
  • Wieder Mordurteil gegen Berliner Raser: Lebenslange Haft
  • Computer

    Fallende Chippreise machen Samsung zu schaffen

    Seoul (dpa) - Der südkoreanische Technologieriese Samsung hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple kündigt Video-Streamingdienst und mehr Abo-Dienste an
  • Massive Kritik an Facebook nach neuer Datenpanne
  • Einige Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China


  • Wissenschaft

    Inzwischen mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo

    Goma (dpa) - Im Kongo sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Die Zahl der Fälle liege bei 1009, davon seien 944 im Labor bestätigt, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Windkraftanlagen töten im Sommer täglich Milliarden Insekten
  • Fachgesellschaft warnt vor Chirurgenmangel auf dem Land
  • Sehr heißer Tee erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.379,50 +0,29%
    TecDAX 2.653,00 +0,97%
    EUR/USD 1,1309 -0,05%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation