Wissenschaft
01.03.2018

WHO warnt vor Gesundheitsrisiken durch Kälte

Kopenhagen (dpa)- Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt angesichts der Kälte in Europa vor Gesundheitsgefahren. Kaltes Wetter erhöhe das Risiko von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, hieß es in einer Mitteilung des Kopenhagener Büros der WHO.

«Selbst dort, wo die Temperaturen nicht besonders niedrig sind, kann Kälte in vielerlei Hinsicht gesundheitsschädlich sein», sagte Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa. Sie könne bestehende Erkrankungen verschlimmern und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfälle vergrößern.

Zu den am stärksten gefährdeten Personen gehören demnach ältere Menschen, Kinder, Obdachlose und Menschen mit chronischen Krankheiten sowie mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Die WHO forderte die von der Kältewelle betroffenen Länder auf, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Menschen zu schützen.

Auch die deutsche Herzstiftung warnt Herzpatienten bei Temperaturen unter Null, vorsichtig zu sein und Anstrengungen wie Schneeschippen zu vermeiden. Eine schwedische Langzeitstudie habe gezeigt, dass die Zahl der Herzinfarkte an kalten Tagen höher sei. «Brustschmerzen oder Atemnot sollten daher insbesondere im Winter nicht auf die leichte Schulter genommen werden», warnt der Herzspezialist Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung in einer Mitteilung. Bei Minusgraden sollten sich Herzpatienten zum Schutz am besten einen Schal um Mund und Nase wickeln, damit die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege gelange. 



Thema des Tages

Notbremse im Maaßen-Drama

Berlin (dpa) - Da sitzen sie, Seit' an Seit'. Als wäre nichts gewesen. Deutschland wird regiert. Die Kanzlerin, der Innen- und Bauminister, der Finanzminister: Harmonie. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Neuverhandlung des Maaßen-Deals
  • Moorbrand in Niedersachsen wird zum Katastrophenfall
  • Nahles: «Wir haben Vertrauen verloren»
  • Computer

    Amazon will Schlüsselrolle im vernetzten Zuhause einnehmen

    Seattle (dpa) - Amazon will mit neuen Geräten und Diensten für seine Assistenzsoftware Alexa das vernetzte Zuhause dominieren. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • EuGH soll Haftung von Sharehostern klären
  • EU-Verbraucherkommissarin: Verliere Geduld mit Facebook
  • Kaspersky: Firmen müssen Cyber-Security-Pläne entwickeln


  • Wissenschaft

    Extrem seltener Käfer weiter verbreitet als gedacht

    Tönning (dpa) - Der extrem seltene Halligflieder-Spitzmausrüsselkäfer (Pseudaplemonus limonii) ist weiter verbreitet als gedacht. In Deutschland lebt das drei bis vier Millimeter große Insekt ausschließlich in den Salzwiesen des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Foodwatch: Kaum Zuckerreduzierung bei Erfrischungsgetränken
  • Jagdverband: App soll Wildunfälle vermeiden helfen
  • Eines der ältesten Tiere überhaupt identifiziert
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.404,00 +0,63%
    TecDAX 2.813,75 -0,39%
    EUR/USD 1,1750 +0,01%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation