Wissenschaft
20.03.2017

Papageien stecken sich per Lockruf mit Spielfreude an

Wellington/Wien (dpa) - Neuseeländische Papageien stecken sich durch bestimmte Schreie gegenseitig mit Spielfreude an. Das schreiben Forscher um Raoul Schwing von der Veterinärmedizinischen Universität Wien in der Fachzeitschrift «Current Biology».

Demnach gelingt es Keas mit einem speziellen Laut, ihre Artgenossen zum Spielen zu animieren. Bislang seien solche «emotional ansteckenden» Töne nur bei Säugetieren bekannt gewesen, schreiben Schwing und seine Kollegen.

«Keas verfügen nicht nur über erstaunliche kognitive Fähigkeiten, etwa beim Umgang mit Gegenständen, sondern auch über ein komplexes Spielverhalten», berichtete Schwing. «Dabei stoßen sie spezielle Laute aus.» In einem Experiment spielten die Forscher wildlebenden Keas fünf Minuten lang Spiellaute von anderen Keas vor, die sie zuvor aufgenommen hatten. Einige der Vögel begannen dann spontan zu spielen.

Als Kontrolle dienten andere Rufe der Papageien sowie des Südinsel-Rotkehlchens. Durch diese Laute wurde aber kein Kea zum Spielen gebracht. «Das zeigt, dass das Trällern einen ähnlich ansteckenden Effekt hat wie das Lachen bei uns Menschen», sagte Schwing. «Wenn Tiere lachen können, dann sind wir nicht so anders als sie.»

Die Keas - benannt nach ihrem Ruf «Kea Kea» - werden etwa 45 Zentimeter groß. Die Papageien mit ihrem olivfarbenen Federkleid gelten nicht nur als spielverliebt, sondern auch als schlau und neugierig. Nach Angaben der Tierschutzorganisation Kea Conservation Trust gibt es auf Neuseelands Südinsel davon heute allerdings nur noch etwa 5000 Exemplare.



Thema des Tages

Diane Kruger gewinnt in Cannes - Goldene Palme für Schweden

Cannes (dpa) - Riesen-Erfolg für den deutschen Film in Cannes: Diane Kruger hat am Sonntagabend beim Festival in Südfrankreich den Preis als beste Schauspielerin gewonnen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Deutschsprachige Gewinner beim Filmfest Cannes
  • Die Preisträger beim Filmfestival Cannes
  • Steinbrück stänkert gegen Schulz-Wahlkampf
  • Computer

    Maas: Interne Facebook-Löschkriterien «völlig willkürlich»

    Hamburg (dpa) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vor dem Hintergrund der Enthüllungen von Facebooks internen Anweisungen im Umgang mit Hass- und Gewaltinhalten mehr Transparenz gefordert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Instant Articles bei Facebook: Was bringt es den Verlegern?
  • Facebook sperrt Holocaust-Leugnung nur in einigen Ländern
  • Deutsche immer sorgloser im Netz - trotz Kenntnis der Gefahr


  • Wissenschaft

    Ignorieren ist schlimmer als ein klares «Nein»

    Basel (dpa) - Gar keine Antwort ist für abgelehnte Bewerber an schlimmsten. Selbst eine lapidare oder gar unfreundliche Absage fördere das Wohlbefinden, etwa nach einem Jobgespräch oder einer Wohnungsbesichtigung. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Wandernden Zebras dient die Erinnerung als Kompass
  • Der Tod von weißen Hirschen soll Unglück bringen
  • Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.604,00 +0,01%
    TecDAX 2.276,75 +0,06%
    EUR/USD 1,1178 +0,03%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation