Wissenschaft
07.08.2012

Erstmals Löwe im afrikanischen Regenwald fotografiert

Das Foto der Löwin ist der erste Beweis dafür, dass die Tiere nicht nur in der trockenen Savanne leben. Foto: Bruno D'Amicis/NABU

Berlin (dpa) - Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat nach eigenen Angaben erstmals einen Löwen in einem afrikanischen Regenwald fotografiert.

Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Tiere nur in der Savanne leben und nicht in solch feuchten Regionen wie dem äthiopischen Biosphärenreservat Kafa, wo das Weibchen nun entdeckt worden sei, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit.

Die Bewohner der Region hätten zwar schon länger von Begegnungen mit Löwen berichtet. Das vom Wildtier-Fotografen Bruno D'Amicis für den Nabu gemachte Bild sei aber der erste Beweis dafür.

Der Nabu will das Verhalten der Tiere in der Region nun genauer untersuchen. Die Naturschützer gehen davon aus, dass die Löwen den Regenwald im Süden Äthiopiens während der Trockenzeit auf ihrer Route von Ost- nach Zentralafrika durchqueren.

Den Angaben zufolge ist der Afrikanische Löwe als gefährdet eingestuft. In ganz Afrika gibt es demnach nur noch 23 000 bis 39 000 Löwen. Nur bis zu 1500 davon leben in Äthiopien.



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