Wissenschaft
27.04.2012

Weniger Riffhaie nahe bewohnten Pazifikinseln

Die Zahl der Riffhaie in der Nähe bewohnter Inseln im Pazifik ist einer Studie zufolge dramatisch gesunken. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Honolulu (dpa) - Die Zahl der Riffhaie in der Nähe bewohnter Inseln im Pazifik ist einer Studie zufolge dramatisch gesunken. Rund um die besiedelten Inseln von Hawaii, den Nördlichen Marianen und Amerikanisch-Samoa beispielsweise sei der Bestand um etwa 90 Prozent zurückgegangen.

Im Vergleich zu Riffen, die weiter entfernt von menschlichen Ansiedlungen liegen, berichten US-amerikanische und kanadische Forscher im Fachjournal «Conservation Biology».

Als Riffhaie werden vier Arten aus der Familie der Requiemhaie bezeichnet, die in tropischen Gewässern rund um Korallenriffe leben.

Schuld an der Veränderung sei vor allem der Mensch, schreiben die Wissenschaftler. Die Tiere würden entweder gezielt gejagt oder landeten unbeabsichtigt in Fischernetzen. Zwar wirkten sich auch Veränderungen der Wasserbedingungen auf das Verhalten der Haie aus, sagte Co-Autorin Julia Baum von der Universität im kanadischen Victoria laut Mitteilung. «Aber unsere Studien zeigen deutlich, dass der Einfluss der Menschen den der Natur klar übertrifft.»

Für ihre Forschungen werteten die Wissenschaftler um Marc Nadon vom Institut für meeresbiologische und atmosphärische Studien der Universität Hawaii Unterwasser-Studien von 46 pazifischen Inseln und Atollen aus, die die US-Bundesbehörde für Wetter und Ozeanographie NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) in den vergangenen zehn Jahren in Auftrag gegeben hatte.

Auch der Umweltverband WWF (World Wide Fund for Nature) hat wiederholt gewarnt, dass der Bestand an Haien weltweit abnimmt. Einige Arten sind bereits vom Aussterben bedroht.



Thema des Tages

EU-Gipfel zu Steuerflucht und Energiepolitik

Brüssel (dpa) - Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfeltreffen eine wichtige Entscheidung im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerflucht treffen. Weiteres Topthema ist die Suche nach Strategien gegen die hohen Energiepreise. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Österreich zieht bei Informationsaustausch mit
  • Apple: Irland verteidigt seine Steuerpolitik
  • Europa geht gegen Steuerflucht vor
  • Computer

    Linux macht sich in «eingebetteten Systemen» breit

    Berlin (dpa) - Linux ist die Basis für immer mehr Computer, die in technischen Geräten aller Art «eingebettet» sind - vom Fernsehgerät bis zur Bahn- und Flugzeugtechnik. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Neue Microsoft Xbox One tritt als Entertainment-Maschine auf
  • Berliner Smartphone-Bezahldienst SumUp geht nach Russland
  • Analyse: Neue Xbox One soll Microsoft im Spiel halten


  • Wissenschaft

    Weltraumroboter für Einsätze in der Tiefsee und bei Katastrophen

    Bremen (dpa) - Bremer Forscher wollen Weltraumroboter zu irdischen Missionen bewegen. Denn die Maschinen dürfen im All nicht ausfallen und müssen autonom agieren können. Auch bei Einsätzen unter extremen Bedingungen auf der Erde könnten sie deshalb nützlich sein, zum Beispiel in der Tiefsee oder bei Katastrophen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Europa baut Asteroiden-Warnsystem aus
  • Studie: Düngereinsatz in Afrika zerstört Böden
  • Neues vom Raubsaurier: Allosaurus schlug zu wie ein Falke
  • Börse
    DAX
    DAX 8.540,00 +0,80%
    TecDAX 975,50 +0,68%
    EUR/USD 1,2976 +0,54%

    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation