Computer und Co.
19.08.2019

Games-Branche feiert «Opening Night Live»

Köln (dpa) - Mit einem Abend voller Spiele-Neuheiten und rund 1500 Fans hat die Gamescom in Köln am Montagabend auf der «Opening Night Live» ihren Auftakt gefeiert.

Offiziell eröffnet wird die Computer- und Videospielmesse am Dienstag im Beisein unter anderem von Verkehrs- und Digital-Minister Andreas Scheuer (CSU). Doch zuvor führte am Montag erstmals der in der Branche auch durch seine Game Awards bekannte Produzent Geoff Keighley durch eine bunte Unterhaltungs-Show.

Das neue Show-Format soll nach dem Willen der Veranstalter eine Gelegenheit bieten, wichtige Neuheiten und Weltpremieren von Spielen kombiniert zu präsentieren. Den Fans wolle man damit einen Überblick darüber geben, was während der Gamescom-Woche zu erwarten sei, sagte Keighley. Wer es nicht in die neue Halle auf dem Messegelände geschafft hat, konnte die Show auch online in acht Sprachen übersetzt verfolgen.

Die Gamescom ist nach Angaben der Veranstalter Koelnmesse und Game-Verband die weltweit größte Veranstaltung rund um Computer- und Videospiele. Jedes Jahr zieht sie Hunderttausende Gamer nach Köln. Nach der offiziellen Eröffnung am Dienstag öffnet die Messe ihre Tore auch für private Besucher. Auch in einem Jahr, in dem keine neue Generation von Spielekonsole ansteht, will die Messe die Gamer mit Neuheiten beeindrucken.

Am Montagabend wurden auch die Gewinner des europäischen Gamescom Award gekürt. Sony Interaktive Entertainment wurde gleich in drei Kategorien ausgezeichnet. Der Spielebaukasten «Dreams» gewann in zwei Kategorien, der Titel «Conrete Genie» wurde von der Jury als bestes Familienspiel ausgezeichnet. Zu den Siegern zählen auch Nindendos «The Legend of Zelda: Links Awakening» und «Gears 5" als bestes Xbox One-Spiel.

Am Dienstag dürfte die Branche zur Eröffnung mit Spannung erwarten, was Scheuer mit im Gepäck haben wird. Der Verkehrs- und Digital-Minister hatte noch im April eine Finanzierung in Höhe von 50 Millionen Euro angestoßen und ist damit den Koalitionsvereinbarungen gefolgt. Für Irritationen hatte allerdings zuletzt gesorgt, dass der Förderposten im aktuellen Bundeshaushalt für 2020 nicht mehr auftaucht.

Rückenwind erhielt die Branche, die sich für eine zukunftssichere Förderung einsetzt, unterdessen am Montag auch aus der CDU. Der digitalpolitische Sprecher der Partei, Tankred Schipanski, wies ausdrücklich auf die Bedeutung der Games-Branche als Lieferant wichtiger digitaler Innovationen etwa bei Künstlicher Intelligenz oder grafischen Darstellungen hin.

«Wenn wir den Entwicklerstandort Deutschland langfristig stärken wollen, muss sich das Bekenntnis zur Games-Branche mit konkreten Zahlen im Haushalt wiederfinden, wie wir es im Koalitionsvertrag verabredet haben», sagte Schipanski. Bei den anstehenden Haushaltsberatungen im Bundestag würden die Digitalpolitiker der Fraktion sich deshalb dafür einsetzen, dass Fördermittel bereitgestellt werden.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation