Thema des Tages
12.07.2019

ADAC warnt vor «schlimmstem Reisewochenende»

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Viel Verkehr, Staus, volle Züge: Mit dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ist der Sommerreiseverkehr angerollt.

Vor allem auf den Straßen in und um NRW sowie in Bayern, Hessen und Niedersachsen meldete der ADAC unzählige Staus. Damit waren vor allem bei den Autofahrern in den Süden und in Richtung Nord- und Ostsee gute Nerven gefragt.

In Nordrhein-Westfalen bildeten sich nach der Zeugnisabgabe an die rund 2,5 Millionen Schüler bis zum frühen Nachmittag die ersten Staus vor allem auf der A3 bei Duisburg in Richtung Niederlande und im Raum Hagen auf der A45, wie ein Sprecher von Straßen.NRW erklärte. Autofahrer sollten sich in NRW zudem auf Aquaplaning einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor schweren Gewittern mit Hagel im Laufe des Nachmittags.

Auch Zugreisende mussten bereits Geduld mitbringen. Zusätzlich zu den Urlaubern waren auch die Wochenendpendler unterwegs. Die Auslastung in den Fernzügen war entsprechend hoch. Die Bahn hatte sich eigenen Angaben zufolge auf volle Züge an den reisestarken Tagen vorbereitet. «Alles, was rollen kann, rollt», sagte eine Bahnsprecherin dazu.

Im Südwesten wurde der Bahnverkehr durch Blitzeinschläge am Morgen zusätzlich ausgebremst. Auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe mussten die Reisenden wegen gestörter Stellwerke Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen, die sich teils bis weit in den Nachmittag auswirkten.

Der Frankfurter Flughafen fertigte gut eine Stunde lang keine Passagiere ab. Nach Auskunft des Betreibers Fraport wurden mehrere Flüge annulliert. Das geschehe routinemäßig aus Sicherheitsgründen, wenn vor Blitz und Donner im Umkreis von acht Kilometern gewarnt werde, sagte ein Sprecher. Ein Aufenthalt im Freien auf dem Flugfeld sei dann verboten. Von insgesamt 1560 Starts und Landungen wurden bis zum Nachmittag 100 gestrichen.

Experten erwarten den Höhepunkt der Reisewelle für das Wochenende. Der ADAC erwartet «eines der schlimmsten Reisewochenenden». Mit viel Verkehr rechnet der Verkehrsclub vor allem auf den Fernstraßen in Richtung Nord- und Ostsee sowie auf den Weg in den Süden. Autofahrer, die über Österreich in den Süden wollen, müssen zudem Fahrverbote auf Ausweichstrecken im Großraum Innsbruck sowie im Bundesland Salzburg beachten. Bei der Fahrt zurück in die Heimat müssen sich Autofahrer an der Grenze nach Deutschland auf lange Wartezeiten bei den Einreisekontrollen einstellen.

Wer in den Urlaub fliegt, muss vor allem am Sonntag möglicherweise mehr Zeit einplanen. Der größte NRW-Flughafen Düsseldorf rechnet nach eigenen Angaben allein an diesem Tag mit rund 90.000 Reisenden. Nach dem Ferienbeginn an Rhein und Ruhr haben fast alle Bundesländer schulfrei - bis auf Bayern und Baden-Württemberg.

Das sind die besonders belasteten Strecken laut ADAC:

A 1 /A 3 / A 4 Kölner Ring; A 1 Bremen Hamburg Puttgarden; A 2 Oberhausen Hannover Berlin; A 3 Köln Frankfurt Nürnberg

A 4 Erfurt Dresden Görlitz; A 5 Hattenbacher Dreieck Frankfurt Karlsruhe Basel; A 6 Metz/Saarbrücken Kaiserslautern Mannheim

A 7 Hamburg Flensburg; A 7 Hamburg Hannover und Würzburg Ulm Füssen/Reutte; A 8 Karlsruhe Stuttgart München Salzburg; A 9 Berlin Nürnberg München; A 61 Mönchengladbach Koblenz Ludwigshafen; A 93 Inntal-Dreieck Kufstein; A 95/B 2 München Garmisch-Partenkirchen; A 99 Umfahrung München.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation