Computer und Co.
14.06.2019

Auch Huawei verschiebt Start seines Auffalt-Smartphones

Peking/New York (dpa) - Nach Samsung hat auch der chinesische Huawei-Konzern den Marktstart seines neuartigen Auffalt-Smartphones verschoben.

Statt zur Jahresmitte soll das Gerät, dessen Bildschirm sich auf Tablet-Größe ausklappen lässt, nun im September in den Handel kommen, wie ein Huawei-Sprecher dem US-Sender CNBC sagte. Unter anderem solle bei dem Modell Mate X die Qualität des Displays verbessert werden, sagte ein Huawei-Manager dem «Wall Street Journal».

Samsung wollte sein Konkurrenz-Gerät Galaxy Fold ursprünglich bereits im April auf den Markt bringen. Der Start wurde jedoch im letzten Moment verschoben, nachdem mehrere an US-Journalisten ausgegebene Testgeräte binnen weniger Tage kaputtgingen. Samsung nannte immer noch keinen neuen Termin.

Der Huawei-Sprecher sagte CNBC, das Auffalt-Smartphone solle wie geplant mit dem Google-Betriebssystem Android laufen - da es im Februar vorgestellt worden sei, rund drei Monate bevor die Firma auf eine schwarze Liste der Regierung kam. Zugleich sagte Huawei-Manager Vincent Peng dem «Wall Street Journal», man sei noch in Verhandlungen darüber, ob Huawei auf dem Gerät die übliche Auswahl von Google-Apps wie Gmail oder Karten installieren kann.

Das Weiße Haus hatte unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken verfügt, dass US-Unternehmen für Geschäfte mit Huawei eine spezielle Erlaubnis brauchen. Wenig später wurde jedoch für die Software-Versorgung bereits produzierter Smartphones eine Ausnahme bis Mitte August gemacht. Huawei hatte bereits angekündigt, die Firma könne spätestens zum Frühjahr ein eigenes Betriebssystem als Alternative zur Marktreife bringen.

Bei Samsungs Galaxy Fold hatten sich das biegbare Display und der Falt-Mechanismus als Schwachstellen herausgestellt. Von Huawei hieß es jetzt, man führe zusätzliche Tests durch. «Wir wollen kein Produkt herausbringen, das unserem Ansehen schadet», wurde der Huawei-Sprecher am Freitag von CNBC zitiert. Beide Falt-Geräte setzen Rekordmarken beim Preis: Samsungs Galaxy Fold soll 2000 Euro kosten, das Huawei Mate X sogar rund 2300 Euro.



Thema des Tages

Letzte Chance Bundeswehr? Politiker hinterfragen AKK

Berlin (dpa) - «Zur Meldung Augen rechts.» Das Wachbataillon des Verteidigungsministeriums ist angetreten für die neue Chefin. Im Eiltempo nimmt die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (56) am Mittwoch ihren Kabinettsposten ein. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Scharfe Kritik an Kramp-Karrenbauer aus der Opposition
  • Scheuer für härteres Durchgreifen bei E-Tretrollern
  • Kanzlerübungsplatz Hardthöhe: Drei sind schon gescheitert
  • Computer

    Große Wirtschaftsmächte warnen vor Facebook-Geld Libra

    Chantilly (dpa) - Deutschland, Frankreich, die USA und andere große Wirtschaftsmächte warnen vor einer digitalen Währung des Internetriesen Facebook. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Schwieriger Kampf gegen gefälschte Online-Bewertungen
  • Gamescom in Köln mit erweiterter Fläche
  • Jameda setzt auf Boom bei Online-Sprechstunden


  • Wissenschaft

    Kein massiver Asteroideneinschlag - «2006QV89» fliegt vorbei

    Darmstadt (dpa) - Tage waren die Wissenschaftler im Ungewissen. Ein großer Asteroid kommt aus dem Dunkel des Alls auf die Erde zugerast und fliegt möglicherweise auf Kollisionskurs. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Blutspende für Bello und Mieze
  • Ebola-Fall in Großstadt Goma festgestellt
  • Nasa: «Mond ist Testgelände, Mars Ziel»
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.340,50 -0,73%
    TecDAX 2.877,25 -0,59%
    EUR/USD 1,1227 +0,13%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation