Computer und Co.
24.05.2019

Facebook löscht Milliarden gefälschter Accounts

San Francisco (dpa) - Facebook hat allein im ersten Quartal dieses Jahres rund 2,2 Milliarden gefälschte Accounts gelöscht. Ein großer Teil davon werde von Spammern angelegt, die die Plattform für dubiose Werbung nutzen wollen, wie der zuständige Facebook-Manager Guy Rosen erläuterte.

Sie versuchten, automatisiert jeweils hunderttausende oder sogar Millionen Fake-Konten zu erzeugen. Facebook machte keine Angaben dazu, in welchem Maße die gefälschten Profile nach Erkenntnissen des Online-Netzwerks auch für politische Einflussnahme angelegt werden.

Die Zahl der von Facebook gelöschten Fake-Konten steigt dabei kontinuierlich an. Im Schlussquartal 2018 waren es rund 1,2 Milliarden gewesen, dabei waren es im halben Jahr davor zusammen rund 1,55 Milliarden. Das Online-Netzwerk führt den rapiden Anstieg darauf zurück, dass verstärkt versucht werde, gefälschte Accounts in großem Stil automatisiert anzulegen.

Die Zahlen offenbaren das Ausmaß dieser Aktionen: Facebook kommt insgesamt auf rund 1,6 Milliarden täglich aktive Nutzer und etwa 2,4 Milliarden greifen auf den Dienst mindestens einmal im Monat zu. Davon machen Fake-Konten nach Facebook-Schätzung rund fünf Prozent aus. Die Accounts, die direkt nach der Registrierung gelöscht werden, zählt Facebook in diesem Anteil nicht mit. Darüber hinaus sorge Facebook zum Beispiel durch das rechtzeitige Sperren verdächtiger Blöcke von IP-Adresse zum Teil auch dafür, dass Versuche, gefälschte Profile anzulegen, erfolglos bleiben. Insgesamt entdecke Facebook 99 Prozent der gefälschten Accounts, noch bevor sie von Nutzern gemeldet werden.

Facebook sah sich seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Vorwürfen ausgesetzt, nicht genug gegen die Verbreitung von Fake-Konten zu tun - und setzt inzwischen massiv auf lernende Software, um sie herauszufiltern.

Facebook nannte die Zahlen im Rahmen eines ausführlichen Berichts zur Einhaltung seiner Gemeinschaftsstandards. Daraus ging unter anderem auch hervor, dass Nutzer im ersten Quartal die Sperrung von 1,1 Millionen Beiträgen anfochten - und 155.000 Posts daraufhin wiederhergestellt wurden.



Thema des Tages

DFB-Frauen im Viertelfinale gegen Schweden - USA weiter

Paris/Reims (dpa) - Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am 29. Juni (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. »weiter
Lesen Sie auch:
  • «Ulla» macht keine Pause - bis zu 38 Grad
  • Ursachensuche nach Eurofighter-Kollision bei Luftkampfübung
  • Iran-Krise: Sicherheitsrat fordert «maximale Zurückhaltung»
  • Computer

    Amazon verlängert Abokunden-Aktion Prime Day auf 48 Stunden

    Seattle/München (dpa) - Amazon weitet sein Einkaufs-Event Prime Day in diesem Jahr auf 48 Stunden aus. Bei der Aktion gibt es in 18 Ländern Angebote nur für Mitglieder von Amazons kostenpflichtigem Abo-Dienst Prime. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Facebook schafft Aufsichtsgremium für Hassrede-Bekämpfung
  • Apple wehrt sich vor EU-Kommission gegen Spotify-Vorwürfe
  • R2-D2 und Terminator prägen Vorstellung von KI


  • Wissenschaft

    Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?

    Nairobi/Berlin/Cambridge (dpa) - Der Tod des Nashorns Sudan im vergangenen Jahr in Kenia ging um die Welt. Unter den Tieren war der Bulle ein Promi: Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kampf gegen Klimawandel: Jane Goodall setzt auf die Jugend
  • Erste Tiere aus «Wal-Gefängnis» auf dem Weg in Freiheit
  • Ariane-5-Rakete mit zwei Satelliten an Bord gestartet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.217,00 -0,47%
    TecDAX 2.839,00 -0,47%
    EUR/USD 1,1399 +0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation