Thema des Tages
20.05.2019

Gewitter, Schauer und Überschwemmungen durch Tief «Axel»

Offenbach (dpa) - Mit Gewittern und heftigen Schauern ist Tief «Axel» am Montagabend über weite Teile Deutschlands gezogen. Vielerorts hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun - in Berlin rief sie zeitweise den Ausnahmezustand aus.

Das bedeutet, dass Einsätze nach Wichtigkeit bearbeitet werden, nicht nach dem Eingehen der Notrufe. Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung kurz unterbrochen, auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen.

Die Autobahn 4 zwischen Herleshausen (Hessen) und Gerstungen (Thüringen) musste in einer Richtung wegen einer überfluteten Fahrbahn gesperrt werden, wie die Polizei Fulda mitteilte. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von zwei Kilometern. Wie lange die Sperrung andauern sollte, war zunächst unklar. Im hessischen Eschwege standen am Montagabend zwischenzeitlich mehrere Straßen unter Wasser.

Für die thüringischen Landeshauptstadt Erfurt gab die Feuerwehr am Abend leichte Entwarnung. Zunächst waren für den Fluss Gera teils Durchflussmengen wie beim Hochwasser 2013 erwartet worden. Etwas südlicher, im Ilm-Kreis, liefen mehrere Keller, Turnhallen und ein Jugendclub voll.

Auch im Grenzgebiet von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus. Teils sehr starke Niederschläge könnten bei Göttingen und Bielefeld, Minden, Paderborn und Höxter örtlich Bäume entwurzeln und Keller überfluten lassen.

DWD-Meteorologen erwarten heftige Regenfälle von Südniedersachsen über Osthessen, Westthüringen, Baden-Württemberg bis nach Bayern. Es deute sich eine «brisante Dauerregenlage» an. Besonders viel soll es an den Alpen regnen. Schneeschmelze könnte die Lage noch verschärfen.

Bis Mittwoch könnten bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, im Allgäu sogar mehr als 100 und bis zu 180 Liter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für ganz Mai liege in Frankfurt bei etwa 84 Liter Regen pro Quadratmeter, sagte ein Meteorologe. In mehreren bayerischen Landkreisen - darunter Mühldorf am Inn, Unter- und Ostallgäu sowie Passau und Bad Kissingen - wurden Hochwasserwarnungen ausgesprochen. Auch bei kleineren Gewässern und Wildbächen seien rasch ansteigende Wasserstände zu erwarten.

Sorge auch in Baden-Württemberg: Unter anderem im Schwarzwald sowie im Umfeld der Schwäbischen Alb dürften bis Mittwoch Niederschläge von teils 80 bis 100 Liter pro Quadratmeter niedergehen, so der DWD.

Der DWD erwartete zunächst auch noch einige teils schwere Gewitter. Bei Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad regnet es am Dienstag viel, besonders im Süden droht Starkregen. Im Osten sind mit Sonne bis zu 24 Grad drin. Am Mittwoch drohen in der Osthälfte und an den Alpen noch einige Schauer und einzelne Gewitter. Sonst ist es häufig trocken bei 14 bis 22 Grad. Am Donnerstag soll dann ein Zwischenhoch vorerst für Entspannung sorgen - aber: «Eine stabile Hochdruckwetterlage ist derzeit noch nicht in Sicht.»



Thema des Tages

Hitzewelle rollt über Deutschland

Offenbach (dpa) - Deutschland schwitzt - und zwar gewaltig. Nach dem heißesten Tag der Geschichte sah es heute zwar nicht aus, doch der Juni-Rekord wurde schon am frühen Nachmittag geknackt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Tierische Duschen und ein nackter Rollerfahrer
  • Stephan E. gesteht den Mord an Walter Lübcke
  • Maut-Zoff im Bundestag: Scheuer im Verteidigungsmodus
  • Computer

    EU-Wettbewerbshüter nehmen US-Chipriesen Broadcom ins Visier

    Brüssel (dpa) - Der US-Chipkonzern Broadcom ist wegen möglicherweise illegaler Wettbewerbspraktiken ins Visier der EU-Kommission geraten. Eine förmliche Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple Pay bei Sparkassen nun ohne Girocard-Unterstützung
  • Unionsfraktion will mit digitalem Euro Libra paroli bieten
  • Globale Hacker-Attacke auf Mobilfunk-Betreiber aufgedeckt


  • Wissenschaft

    Studie: Jeder 7. Befragte hat Erfahrung mit Depressionen

    Berlin (dpa) - Fast jeder siebte Bundesbürger, der bei Deutschlands großer Gesundheitsstudie Nako mitmacht, war schon einmal wegen einer Depression beim Arzt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?
  • SpaceX-Rakete bringt Satelliten ins All
  • Darmbakterien können sportliche Leistung erhöhen
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.243,50 +0,12%
    TecDAX 2.815,50 -0,85%
    EUR/USD 1,1375 +0,06%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation