Computer und Co.
17.05.2019

Experte: Teslas «Autopilot» war bei Todescrash eingeschaltet

Washington (dpa) - Ein erster Unfallbericht zu einem tödlichen Tesla-Crash im März wirft neue Fragen zum Assistenzsystem «Autopilot» auf.

Der Fall hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, weil sich die Umstände aus einem tödlichen Zusammenstoß vor drei Jahren wiederholten: Der Tesla raste unter einen Lastwagen-Anhänger, der die Straße querte.

Die Ermittlungsbehörde NTSB hielt in ihrem vorläufigen Bericht zu dem Crash in Florida am 1. März fest, dass der Fahrer die «Autopilot»-Software zehn Sekunden vor dem Unfall eingeschaltet hatte.

In den letzten acht Sekunden vor dem Zusammenstoß seien keine Handbewegungen auf dem Lenkrad registriert worden. Tesla zieht daraus den Schluss, dass der Fahrer sofort nach «Autopilot»-Aktivierung das Steuer losließ. Weder die Software, noch der Fahrer hätten versucht, auszuweichen. Der Tesla Model 3 sei beim Zusammenstoß mit einer Geschwindigkeit von 68 Meilen pro Stunde (gut 109 km/h) gefahren, während auf dem Highway-Abschnitt 55 Meilen pro Stunde (88,5 km/h) erlaubt gewesen seien.

Tesla hatte zu dem Unfall im Jahr 2016 erklärt, möglicherweise habe das «Autopilot»-System die weiße Seite des Anhängers vor dem Hintergrund eines hellen Himmels nicht erkannt oder für ein Autobahn-Schild gehalten.

«Autopilot» ist kein echtes Selbststeuerungssystem, sondern lediglich ein Fahrassistenzsystem. Tesla weist stets darauf hin, dass der Mensch am Steuer immer den Überblick über die Verkehrssituation und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten solle.

Zugleich bemängelten die NTSB-Experten damals, die Technik habe es zugelassen, dass der Fahrer nicht auf den Verkehr geachtet habe. Tesla verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen und machte es unmöglich, die Hände für eine längere Zeit vom Lenkrad zu nehmen.

Die NTSB (National Transportation Safety Board) untersucht neben Flugzeugabstürzen relevante Unfälle im gesamten Transportwesen der USA und formuliert Empfehlungen. Die Behörde prüft bereits mehrere Tesla-Unfälle.



Thema des Tages

Deutschland schwitzt: Heißester Tag des Jahres bei 36,8 Grad

Offenbach (dpa) - Unmittelbar nach dem heißesten Tag dieses Jahres soll es an diesem Mittwoch in Deutschland noch einmal wärmer werden. Hoch «Ulla» dürfte besonders im Südwesten die Temperaturen bis auf 39 Grad hochtreiben, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Generalbundesanwalt klagt «Revolution Chemnitz» an
  • Beide Flugschreiber der abgestürzten Eurofighter gefunden
  • Studie zu Großstadtkindern: Generation Rücksichtslos?
  • Computer

    Unionsfraktion will mit digitalem Euro Libra paroli bieten

    Berlin (dpa) - Die Unionsfraktion im Bundestag setzt sich für die Einführung eines digitalen Euros ein, um der geplanten digitalen Weltwährung Libra von Facebook nicht alleine das Feld zu überlassen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Globale Hacker-Attacke auf Mobilfunk-Betreiber aufgedeckt
  • Amazon verlängert Abokunden-Aktion Prime Day auf 48 Stunden
  • Facebook schafft Aufsichtsgremium für Hassrede-Bekämpfung


  • Wissenschaft

    Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?

    Nairobi/Berlin/Cambridge (dpa) - Der Tod des Nashorns Sudan im vergangenen Jahr in Kenia ging um die Welt. Unter den Tieren war der Bulle ein Promi: Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • SpaceX-Rakete bringt Satelliten ins All
  • Darmbakterien können sportliche Leistung erhöhen
  • Kampf gegen Klimawandel: Jane Goodall setzt auf die Jugend
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.185,50 -0,73%
    TecDAX 2.821,75 -1,07%
    EUR/USD 1,1368 -0,00%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation