Computer und Co.
22.03.2019

Einige Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China

Berlin (dpa) - Einige Smartphones der Marke Nokia haben durch einen Fehler des Herstellers HMD Global bei der Installation versucht, Aktivierungsdaten nach China zu übermitteln.

Eine einzelne Lieferung des Modells Nokia 7 Plus sei fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Software für ein anderes Land ausgestattet worden, erklärte HMD Global.

«Diese Daten wurden jedoch nie weiterverarbeitet, und mit ihnen hätten keine Personen identifiziert werden können», betonte das Unternehmen. Der Fehler der «Einzelcharge» sei im Februar behoben worden. «Wir können bestätigen, dass keine persönlichen Daten an Dritte weitergegeben wurden.»

Der Fall wurde durch einen Bericht des norwegischen Senders NRK öffentlich, der von einerm Nutzer auf die seltsame Datenübermittlung aufmerksam gemacht worden war. NRK zufolge kontaktierten die Geräte die Adresse «vnet.cn», vom chinesischen Mobilfunk-Netzbetreiber China Mobile genutzt wird. Der Domainname ist auf ein «China Internet Network Information Center» registriert.

Die Telefone hätten versucht, Daten wie die SIM-Kartennummer, die Geräte-Identifikationsnummer (IMEI), den Standort des Funkmasts und auch die MAC-Identifikationsnummer für das WLAN zu übermitteln, hieß es bei NRK.

Die finnische Datenschutzbehörde erwägt, Ermittlungen aufzunehmen. Der Ombudsmann für Datenschutz in Finnland, Reijo Aarnio, erklärte in einer E-Mail an NRK, dass dies völlig neue Informationen für ihn gewesen seinen. «Meine erste Reaktion ist, dass dieses in jedem Fall ein Verstoß gegen die DSGVO wäre», schrieb er.

Der Nokia-Konzern hatte seine Handy-Sparte vor Jahren an Microsoft verkauft und sich auf das Kerngeschäft als Netzwerk-Ausrüster konzentriert. Nachdem auch Microsoft aus dem Smartphone-Markt ausstieg, kehrten die Namenrechte an Nokia zurück. Der finnische Konzern gab sie daraufhin an die Firma HMD Global weiter, die nun Smartphones unter der Marke Nokia verkauft.



Thema des Tages

Fall Lübcke: Schäuble verlangt Reaktion des Rechtsstaates

Berlin (dpa) - Mit Blick auf den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eine konsequente Reaktion des Rechtsstaates verlangt. «Das Machtmonopol des Staates ist dazu da, dass es auch angewandt wird. Konsequent und durchschlagend.» »weiter
Lesen Sie auch:
  • Geständnis im Mordfall Lübcke: Zweifel an Einzeltäter-These
  • Glutofen: Hitzewelle bringt Deutschland zum Schwitzen
  • Streit um Pkw-Maut: Scheuer verteidigt sich im Bundestag
  • Computer

    EU-Wettbewerbshüter nehmen US-Chipriesen Broadcom ins Visier

    Brüssel (dpa) - Der US-Chipkonzern Broadcom ist wegen möglicherweise illegaler Wettbewerbspraktiken ins Visier der EU-Kommission geraten. Eine förmliche Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple Pay bei Sparkassen nun ohne Girocard-Unterstützung
  • Unionsfraktion will mit digitalem Euro Libra paroli bieten
  • Globale Hacker-Attacke auf Mobilfunk-Betreiber aufgedeckt


  • Wissenschaft

    Studie: Jeder 7. Befragte hat Erfahrung mit Depressionen

    Berlin (dpa) - Fast jeder siebte Bundesbürger, der bei Deutschlands großer Gesundheitsstudie Nako mitmacht, war schon einmal wegen einer Depression beim Arzt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?
  • SpaceX-Rakete bringt Satelliten ins All
  • Darmbakterien können sportliche Leistung erhöhen
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.254,50 +0,21%
    TecDAX 2.819,00 -0,73%
    EUR/USD 1,1366 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation