Thema des Tages
15.03.2019

Frankfurt im Europa-League-Viertelfinale gegen Benfica

Nyon (dpa) - Auf dem Rückflug aus Mailand quittierte Trainer Adi Hütter das anspruchsvolle Los für Eintracht Frankfurt im Viertelfinale der Europa League mit einem wohlwollenden Kopfnicken.

Auf seiner bisher so erfolgreichen Europa-Reise bekommt es der im Wettbewerb noch ungeschlagene DFB-Pokalsieger als nächstes mit Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon zu tun. Die Hessen treten am 11. April zunächst auswärts im Estádio da Luz an und genießen im Rückspiel am 18. April Heimrecht. Beide Partien werden jeweils um 21.00 Uhr angepfiffen. Im Falle eines Weiterkommens trifft die Eintracht im Halbfinale am 2. und 9. Mai auf den Sieger des Duells zwischen Slavia Prag und FC Chelsea. Dies ergab die Auslosung in der UEFA-Zentrale in Nyon.

Die Frankfurter, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückflug vom Achtelfinal-Rückspiel bei Inter Mailand (1:0) befanden, standen letztmals vor 24 Jahren in einem europäischen Wettbewerb unter den besten acht Mannschaften. Damals scheiterte die Eintracht im Viertelfinale des UEFA-Cups an Juventus Turin (1:1, 0:3).

Dieses Mal soll es für den DFB-Pokalsieger noch ein Stück weiter gehen. «Natürlich darf man vom Finale träumen», hatte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Auswärtssieg in Mailand gesagt. In einem europäischen Endspiel standen die Hessen in ihrer 120-jährigen Vereinsgeschichte erst zweimal. 1960 unterlag man im Pokal der Landesmeister, dem Vorläufer der Champions League, Real Madrid mit 3:7. 1980 holte Frankfurt nach einem 2:3 und 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach den UEFA-Pokal.

Die Erfolgsbilanz der Portugiesen, die mit einem 3:0-Sieg nach Verlängerung gegen Dinamo Zagreb den Sprung ins Viertelfinale schafften, ist wesentlicher beeindruckender. 36 Mal wurde Benfica Meister, zweimal wurde der Europacup der Landesmeister gewonnen.

Weitere acht Mal stand das Team, das in der heimischen Liga derzeit die Tabelle anführt, in einem europäischen Endspiel - zuletzt 2014 in der Europa League.

In den Reihen der Mannschaft stehen zahlreiche Nationalspieler verschiedener Nationalitäten wie der Schweizer Haris Seferovic, der von 2014 bis 2017 für die Eintracht gespielt und die Hessen 2016 in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg vor dem Bundesliga-Abstieg bewahrt hatte. Dennoch rechnet sich Frankfurt etwas aus. «Die Grenzen der Mannschaft sind schwer auszuloten. Wir nehmen jedes Spiel als große Herausforderung an», sagte Sportdirektor Bruno Hübner.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation