Computer und Co.
06.03.2019

Pinterest bringt Werbeanzeigen nach Deutschland

Berlin (dpa) - Die Fotoplattform Pinterest führt Werbeanzeigen in Deutschland und mehreren weiteren europäischen Ländern ein.

Die Anzeigenformate sind für die Werbetreibenden über eine Selbstbedienungs-Plattform verfügbar, mit großen Marken werde auch direkt gearbeitet, sagte Pinterest-Manager Jon Kaplan. Die Shopping-Anzeigen, bei denen man Produkte direkt in den Beiträgen kaufen kann, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Bei Pinterest können Nutzer Bilder als sogenannte «Pins» gemäß ihren Interessen in Sammlungen speichern und diese mit anderen teilen. Pinterest versteht sich auch als visuelle Suchmaschine, bei der man Ideen zum Beispiel für Wohnungseinrichtung, Mode oder Urlaub finden kann. Über die «Lens»-Funktion können zu Objekten vor der Smartphone-Kamera ähnliche Bilder aus der Plattform herausgesucht werden.

Das gängige Werbeformat sind bezahlte Pins, die Pinterest-Nutzern angezeigt werden. Das können sowohl Fotos als auch Bildergalerien und Videos sein. Über Links an den Pins können Marken die Nutzer auf ihre Websites leiten.

Die Anzeigen hatte Pinterest zunächst in den USA eingeführt und in Europa zunächst in Frankreich verfügbar gemacht. Jetzt folgen neben Deutschland auch Österreich, Spanien und Italien. Zum Deutschland-Start wurden Pinterest-Anzeigen von großen Marken wie Ferrero, Tchibo und Rewe getestet.

Pinterest hat nach jüngsten Angaben rund 250 Millionen aktive Nutzer ist derzeit auf den Weg an die Börse - in den USA wurde ein vertraulicher Antrag für eine Aktienplatzierung eingereicht. Am Markt wird mit einer Gesamtbewertung von zwölf Milliarden Dollar gerechnet.

In den USA baute Pinterest diese Woche das Geschäft mit Shopping-Anzeigen aus. Marken können über ein neues System ganze Produktkataloge in Kauf-Pins umwandeln, über die man Waren erwerben kann. Damit einher gehen personalisierte Kaufempfehlungen. In diesem Geschäft wird Pinterest künftig Google als Konkurrenten haben: Der Internet-Riese stellte am Dienstag Shopping-Anzeigen für seine Bildersuche vor.



Thema des Tages

Britisches Parlament sucht Ausweg aus der Brexit-Sackgasse

London (dpa) - Das britische Unterhaus hat im Brexit-Streit teilweise das Ruder übernommen. Gegen den Willen der Regierung wollen die Abgeordneten im Unterhaus jetzt auf eigene Faust eine Alternative für das bereits zwei Mal abgelehnte Austrittsabkommen von Premierministerin Theresa May suchen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Algeriens Militär will Präsidenten für amtsunfähig erklären
  • Europaparlament sagt Ja zu neuem Urheberrecht mit Artikel 13
  • Trauer und Jubel nach Ja des EU-Parlaments zum Urheberrecht
  • Computer

    Apple sucht neues Geschäft als Anbieter von Abo-Diensten

    Cupertino (dpa) - Licht aus, Licht an - und plötzlich steht für ein paar Minuten Steven Spielberg auf der Bühne beim Apple-Event in der Firmenzentrale in Cupertino. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Neues Huawei-Smartphone P30 Pro hat vier Kameras
  • Uber übernimmt Mitfahrdienst Careem
  • Fallende Chippreise machen Samsung zu schaffen


  • Wissenschaft

    Inzwischen mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo

    Goma (dpa) - Im Kongo sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Die Zahl der Fälle liege bei 1009, davon seien 944 im Labor bestätigt, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Windkraftanlagen töten im Sommer täglich Milliarden Insekten
  • Fachgesellschaft warnt vor Chirurgenmangel auf dem Land
  • Sehr heißer Tee erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.426,50 +0,70%
    TecDAX 2.720,75 +3,55%
    EUR/USD 1,1279 -0,32%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation