Computer und Co.
09.01.2019

Facebook-Chef will über Technologie und Gesellschaft reden

Menlo Park (dpa) - Facebook-Chef Mark Zuckerberg will sich in diesem Jahr stärker der Diskussion über die künftige Rolle der Technologie in der Gesellschaft stellen.

Er habe sich für 2019 das Ziel gesetzt, alle paar Wochen an öffentlichen Debatten zu verschiedenen Aspekten dieses Themas teilzunehmen, kündigte Zuckerberg am Dienstag an.

Facebook war im vergangenen Jahr wegen der Rolle des Online-Netzwerks im US-Wahlkampf 2016, der Probleme im Kampf gegen Hassrede sowie im Zuge des Datenskandals um Cambridge Analytica massiv in die Kritik geraten. Dabei wird immer wieder auch eine striktere Regulierung von Technologiefirmen ins Gespräch gebracht.

Fragen, um die es bei den Gesprächen gehen solle, seien zum Beispiel: «Sollten wir Machtbefugnisse dezentralisieren, indem wir sie durch Verschlüsselung und andere Technologien stärker in die Hand der Menschen legen?» Oder auch: «Wir können wir ein Internet aufbauen, in dem Leute zusammenkommen können, um die großen Probleme der Welt zu lösen?»

Zuckerberg setzt damit seine Serie jährlicher persönlicher Z«iele fort. Dazu gehörte in der Vergangenheit, in einem Jahr 365 Meilen zu laufen, nur Fleisch von ihm selbst getöteter Tiere zu essen, Chinesisch zu lernen, alle US-Bundesstaaten zu besuchen sowie Software mit künstlicher Intelligenz für sein Zuhause zu programmieren. Im vergangenen Jahr hatte Zuckerberg sich das Ziel gesetzt, Facebook sicherer zu machen.

Der 34-jährige Tech-Milliardär räumte ein, dass öffentliche Debatten für ihn eine Herausforderung darstellten. Er sei im Grunde ein Software-Entwickler, der daran gewöhnt sei, dass seine Produkte für sich sprächen. «Aber das, was wir tun, ist so wichtig, dass dies nicht mehr ausreicht.»

Zuckerberg hatte in der Vergangenheit wiederholt eine schlechte Figur bei öffentlichen Auftritten gemacht. So wurde er im vergangenen Jahr heftig kritisiert, nachdem er in einem Interview sagte, Holocaust-Leugner könnten ja auch aufrichtig falsch liegen und deshalb wolle er ihre Beiträge bei Facebook nicht weltweit sperren.



Thema des Tages

Verfassungsschutz braucht Zeit für den «Prüffall AfD»

Berlin (dpa) - Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) will sich noch nicht festlegen, wie lange sie die AfD als «Prüffall» behandeln wird. »weiter
Lesen Sie auch:
  • EU-Politiker machen Briten wenig Hoffnung auf Nachbesserung
  • Ratlos in Berlin: Kaum Spielraum für Merkel bei Brexit-Drama
  • Nach dem Brexit-Debakel: Welche Optionen bleiben jetzt noch?
  • Computer

    Altmaier warnt vor digitaler Spaltung in Deutschland

    Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat vor einer digitalen Spaltung in Deutschland gewarnt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Qualcomm verliert Mannheimer Patent-Prozess gegen Apple
  • Der Unermüdliche - SAP-Gründer Hasso Plattner wird 75
  • Instagram-Rekord: Braunes Ei beliebter als Kylie Jenner


  • Wissenschaft

    Cern-Physiker planen gigantischen Teilchenbeschleuniger

    Genf (dpa) - Physiker am größten Teilchenbeschleuniger der Welt planen ein Zukunftsprojekt mit gigantischen Ausmaßen - und Kosten. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Bienengeräusche sorgen für süßeren Nektar bei Blume
  • Risiken künstlicher Befruchtung: Methode wohl nicht Ursache
  • UN warnt vor giftigen Rückständen bei Meerwasserentsalzung
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 10.933,50 +0,38%
    TecDAX 2.520,75 +0,74%
    EUR/USD 1,1403 -0,03%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation