Thema des Tages
16.08.2018

EU-Umfrage zur Abschaffung der Zeitumstellung endet

Brüssel (dpa) - Soll in der EU weiterhin zweimal jährlich die Zeit umgestellt werden? Oder auf das Hin und Her zwischen Sommer- und Winterzeit verzichtet werden? Am Donnerstagabend um 23 Uhr deutscher Zeit (MESZ) endet eine EU-weite Bürger-Umfrage der EU-Kommission.

Die Umfrage war in den vergangenen Wochen auf riesiges Interesse gestoßen. Unter anderem werden die Teilnehmer in dem Online-Formular gefragt, welche Erfahrungen sie mit dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit gemacht haben und ob sie für eine Abschaffung oder Beibehaltung der Zeitumstellung sind. Außerdem können in einem Textfeld weitere Bemerkungen gemacht werden. Die Umfrage läuft seit Anfang Juli.

Die EU-Kommission kündigte an, am Freitag voraussichtlich nur die Gesamt-Teilnehmerzahl der Umfrage zu veröffentlichen. Das Ergebnis der Abstimmung - wie viele Bürger für und wie viele gegen die Abschaffung der Zeitumstellung votiert haben - soll zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert werden. Wann das sein wird, ließ die Brüsseler Behörde offen.

Das Interesse an der Umfrage war der EU-Kommission zufolge sehr groß. Allein in den ersten drei Tagen wurden demnach mehr als 500.000 Online-Fragebögen ausgefüllt. Nach der Hälfte der Zeit waren mehr als eine Million Antworten eingegangen.

Die EU-Kommission prüft derzeit Forderungen nach einer Abschaffung der umstrittenen Zeitumstellung. Dazu hatte das Europaparlament sie im Februar aufgefordert. Die Umfrage sei dabei allerdings nur ein Teil der Bewertung, sagte ein Sprecher über die nicht-repräsentative Befragung. «Es ist kein Referendum.» Sollte die EU-Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte, könnte sie einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen. Dem müssten Europaparlament und EU-Staaten allerdings noch zustimmen.

In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980, seit 1996 dauert sie sogar sieben Monate im Jahr: Die Menschen stellen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Eigentlich soll das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist jedoch höchst umstritten.



Thema des Tages

Dornen nach Rosen: Heftiger Streit um Rekordhaushalt

Berlin (dpa) - Die geplanten Rekordausgaben der Regierung von 356,4 Milliarden Euro mit starken Zuwächsen in den Bereichen, Soziales, Verteidigung und Rente haben im Bundestag zu heftiger Kritik geführt. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Wenn der Partner schlägt und tötet
  • Die Gefahr daheim: Wenn Partner zum Peiniger werden
  • DRK: Rettungsgassen in 80 Prozent aller Fälle blockiert
  • Computer

    Sechs Kamera-Objektive in Samsungs nächstem Top-Smartphone

    New York (dpa) - Samsung will seinem nächsten Spitzen-Smartphone laut einem Zeitungsbericht zufolge ganze sechs Kamera-Objektive spendieren. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Google kündigt fünftes Rechenzentrum in Europa an
  • Instagram will härter gegen gefälsche Follower vorgehen
  • Deutscher Unterhaltungselektronik-Markt rückläufig


  • Wissenschaft

    Schnuller dürfen notfalls abgeleckt werden

    Detroit/Berlin (dpa) - Darf der Schnuller zum Säubern abgelutscht werden? Für viele Eltern ist ganz klar: Nein. Schließlich haben auch Zahnärzte lange davon abgeraten. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Raumfrachter «Cygnus» bringt Experimente zur ISS
  • Rätsel gelöst: So entsteht die Würfel-Kacke von Wombats
  • Sternschnuppen der Leoniden kommen
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.112,00 -1,18%
    TecDAX 2.492,25 -1,36%
    EUR/USD 1,1408 -0,39%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation