Thema des Tages
20.07.2018

Elf Menschen ertrinken bei Ausflug auf US-See

Washington (dpa) - Ein Ausflugsboot ist auf einem See in den USA untergegangen und hat mindestens elf Menschen in den Tod gerissen.

Sieben Passagiere wurden verletzt, mindestens fünf galten zunächst als vermisst, wie Sheriff Doug Radar lokalen Medien sagte. Unter den Toten seien auch Kinder, berichtete die «Washington Post».

Insgesamt waren 31 Passagiere an Bord, als sich das Unglück am Donnerstag (Ortszeit) auf dem Table Rock Lake im US-Bundesstaat Missouri ereignete. Ein Unwetter habe zu dem Untergang geführt, sagte der Sheriff. Die Suche nach Vermissten, an der auch Taucher beteiligt waren, sollte über Nacht unterbrochen werden.

Bei dem Ausflugsboot handelt es sich um ein Amphibienfahrzeug, das sowohl zu Lande als auch auf Wasser fahren kann. Ausflüge mit solchen «Duck Boats» sind eine beliebte Touristenattraktion in der Region. Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB kündigte auf Twitter Ermittlungen in dem Fall an.

Eine auf YouTube verbreitete Handyaufnahme soll die Minuten vor dem Untergang zeigen. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Boot bei stürmischer See gegen hohe Wellen kämpft.

Wie tief das Wasser an der Unglücksstelle ist, wisse er nicht, sagte der Sheriff. Zeitgleich mit dem Unglücksboot sei auf dem Table Rock Lake auch ein zweites Amphibienfahrzeug unterwegs gewesen. Dieses sei sicher in den Hafen zurückgekehrt.

«Ich weiß ohne jeden Zweifel, dass der Kapitän sein Bestes getan hat», zitierte die «Washington Post» den Kapitän eines weiteren Amphibienfahrzeugs desselben Betreibers, Roger Braillier von Ride The Ducks Branson.

Die genaue Zahl der Vermissten war zunächst unklar. Behörden riefen Angehörige auf, Vermisste zu melden. Drei Kinder wurden den Berichten zufolge wegen leichter Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

Laut Wetterbericht gab es in der Region am Abend Gewitter und starken Wind. Bäume seien entwurzelt und Stromleitungen beschädigt worden. Der Table Rock Lake ist ein künstlicher See, südlich der Stadt Springfield, nahe an der Grenze zu Arkansas.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation