Computer und Co.
12.06.2018

Unsicherheit der Menschen in der digitalen Welt steigt

Berlin (dpa) - Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst laut einer Studie auch die Verunsicherung der Verbraucher im Cyberraum.

Doch trotz wachsender Unsicherheit ist die Zahl der wahrgenommenen Sicherheitsfälle, beispielsweise durch Phishing-Attacken, Betrug beim Online-Einkauf oder Cybermobbing nahezu konstant geblieben.

Das ist ein Ergebnis des neuen Sicherheitsindex, den der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) in Berlin vorgestellt hat. Der Index, den der Verein seit 2014 gemeinsam mit dem Bundesverbraucherschutzministerium in Auftrag gibt, bildet die digitale Sicherheitslage der Bevölkerung in einer Kennzahl ab. Die Gesamtziffer verschlechterte sich in diesem Jahr minimal auf 60,9 Punkte (2017: 61,1 Punkte). 100 Punkte wären der bestmögliche Wert.

Darüber hinaus wurde deutlich, dass das Wissen um IT-Sicherheit gestiegen ist. «Die Verbraucher waren noch nie so fit wie heute», erklärte DsiN-Chef Thomas Kremer. Dennoch sei die Unsicherheit gewachsen und auch der Wunsch nach Unterstützung, Aufklärung und Orientierungshilfe nehme deutlich zu.

Es gehe darum, Menschen künftig verstärkt im Lebensalltag zu erreichen. Laut dem Index wünschen sich zwei Drittel der Verbraucher eine konkrete Ansprache in Beruf oder Schule. So setzt der Verein auf eine Stärkung der digitalen Kompetenz. «Das Thema beginnt bei den Kleinkindern und geht bis in das hohe Alter», sagte Kremer.

In diesem Jahr wurde bei der repräsentativen Befragung ein Schwerpunkt auf die Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken gesetzt. Etwa die Hälfte sieht in der Nutzung der Plattformen eine Bereicherung für ihren Alltag. Aber der Index zeigt auch: Zwei Drittel fürchten, sich dadurch einem erhöhten Sicherheitsrisiko auszusetzen.

Zehn Prozent glauben, dass Online-Begegnungen nicht vertrauenswürdig sind. Die Hälfte empfindet Unsicherheit, was den Umgang mit persönlichen Daten durch die Plattformen betrifft. Inzwischen dürfte der Wert noch gestiegen sein: Die Zahlen wurden im Januar und Februar dieses Jahres erhoben, also vor Bekanntwerden des Datenskandals um Facebook und Cambridge Analytica.



Thema des Tages

Auf den Trümmern einer Brücke: die Bühne der Populisten

Rom/Genua (dpa) - Die Taschen voller Geld, die Herzen leer. Beschämend, dass ein Unternehmen nur an Profit denkt, statt an die Toten und Verletzten. Dies ist das Bild, das Italiens Vize-Regierungschefs Matteo Salvini und Luigi Di Maio zeichnen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Minister Stamp verteidigt Abschiebung vom Sami A.
  • «Queen of Soul» Aretha Franklin gestorben
  • US-Regierung droht der Türkei mit neuen Sanktionen
  • Computer

    Fairphone sammelt 2,5 Millionen Euro durch Crowdfunding

    Berlin (dpa) - Der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone hat einen Tag vor dem offiziellen Ende seiner Crowdfunding-Kampagne die Obergrenze der Finanzierungsrunde von 2,5 Million Euro erreicht. Insgesamt investierten über 1800 Unterstützer Beträge zwischen 250 und 5000 Euro. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Bitkom: Zahlungsbereitschaft unter Gamern wächst
  • Geschäft mit Computer- und Videospielen boomt
  • Hacker bereichern sich heimlich über fremde PCs


  • Wissenschaft

    Brot für die Welt - Erbgut des Weizens entschlüsselt

    München (dpa) - Nach jahrelangen internationalen Anstrengungen ist das komplexe Erbgut des Weizens nahezu vollständig entschlüsselt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • China präsentiert Rover für Reise «hinter den Mond»
  • Antenne für Tierbeobachtung erfolgreich an ISS montiert
  • Trockenheit macht Fichten zu leichter Beute
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.240,00 +0,63%
    TecDAX 2.884,50 +1,45%
    EUR/USD 1,1374 -0,01%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation