Thema des Tages
27.05.2018

Feuer im Europa-Park Rust ist gelöscht

Rust (dpa) - Trotz des Großbrandes am Samstagabend hat der Europa-Park im baden-württembergischen Rust am Morgen wieder seine Pforten für Besucher geöffnet, wie ein Sprecher des Parks twitterte. Auch die ARD-Sendung «Immer wieder sonntags» hat wie geplant begonnen.

Bei den Löscharbeiten erlitten drei Feuerwehrleute Rauchvergiftungen, Besucher und Mitarbeiter des größten deutschen Freizeitparks wurden wohl nicht verletzt. Die Ursache für den Brand ist ebenso noch unbekannt wie die Höhe des Sachschadens.

Nach vorläufiger Einschätzung des Unternehmens ist bei dem Brand ein Millionenschaden entstanden. Genau zu beziffern sei dieser aber im Moment nicht, sagte eine Sprecherin des Parks der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen sei der Sprecherin zufolge das Kostümlager. Zerstört worden sei zudem die Indoor-Themenwelt «Piraten in Batavia». Von etwa 100 Attraktionen seien 3 aktuell nicht nutzbar.

«Wir hoffen, dass wir die nicht nutzbaren Bereiche wie etwa das Fjord Rafting bald wieder öffnen können», sagte die Sprecherin. Angesichts der vergleichsweise geringen Einschränkungen, die etwa auch bei Wartungsarbeiten vorkämen, gebe es keine Rabatte für Besucher. Nach Darstellung der Sprecherin kamen bis zum Sonntagmittag etwa 15.000 Menschen in den Park. «Wir sind zufrieden», sagte sie.

Der Gästeservice des größten europäischen Freizeitparks sprach von «Business as usual» - also von einem ganz normalen Tag. Die großen Achterbahnen seien in Betrieb, es liefen alle Shows. Um die Brandstelle herum lag nach Schilderungen von Augenzeugen noch brenzliger Geruch in der Luft. Sie sprachen aber von einem ungestörten Freizeitvergnügen für die Besucher. An den Attraktionen gab es demnach teils großen Andrang.

Nach Angaben des Freizeitparks war das Feuer am frühen Samstagabend in einer Lagerhalle ausgebrochen und erfasste dann auch die angrenzende Attraktion «Die Piraten von Batavia» - eine Anlage, in der Besucher Bootsfahrten machen konnten. Die Feuerwehr rückte mit hunderten Kameraden an, auch Polizei und THW waren an dem Großeinsatz beteiligt. Laut Polizei waren rund 500 Rettungskräfte im Einsatz. Auf dem Gelände befanden sich etwa 25.000 Parkbesucher, die sich tadellos verhalten hätten.

Nach mehreren Stunden Löscheinsatz sagte ein Sprecher der Polizei Offenburg am späteren Abend, der Brand sei unter Kontrolle. Am frühen Sonntagmorgen wurden noch letzte Glutnester gelöscht und die betroffenen Bereiche aufgeräumt, so ein Polizeisprecher. Abgesehen von den durch den Brand beschädigten Bereichen sollen alle anderen Teile des Parks den Besuchern zur Verfügung stehen.

Nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) war die Freilichtbühne in dem Park für die ARD-Sendung «Immer wieder sonntags» nicht von dem Brand betroffen. Die Sendung hat wie geplant begonnen. Moderator Stefan Mross sprach im Zusammenhang mit dem Brand von einer sehr langen «Schrecksekunde». «An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken, bei allen Helfern des Europa-Parks», sagte Mross zu Beginn der Sendung.

Die Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli, die ebenfalls am Sonntag auftreten sollte, schrieb auf ihrem Instagram-Profil: «Feuer im Europa Park!! Probe immer wieder Sonntags.» Dazu verbreitete sie mehrere Videos, die - aus sicherer Entfernung aufgenommen - eine gewaltige Rauchsäule zeigen.

Der Europa-Park ist Deutschlands größter Freizeitpark und rechnet in diesem Jahr nach eigener Auskunft mit mehr als 5,6 Millionen Besuchern, ähnlich wie im Vorjahr. Er war 1975 eröffnet worden. Der 95 Hektar große Park zählt mehr als 100 Attraktionen und Shows.

Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern haben in Deutschland die meisten Freizeitparks. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) mit Sitz in Berlin findet sich in den drei Bundesländern mehr als die Hälfte der deutschlandweit größeren Parks und Freizeiteinrichtungen.

Baden-Württemberg ist dabei das Land der Superlative: Der knapp 100 Hektar umfassende Europa-Park in Rust bei Freiburg, 1975 eröffnet, ist der größte und besucherstärkste Freizeitpark in Deutschland. Er zählt im Jahr nach eigener Darstellung mehr als 5,5 Millionen Besucher. Außerdem liegt im Südwesten der Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn bei Heilbronn, gegründet 1929 - er ist der älteste Freizeitpark der Republik. Er zählte 2016 nach eigener Darstellung 730 000 Besucher.

Der Europa-Park in Rust ist dem Verband zufolge außerdem der größte private Hotelbetrieb Deutschlands. Zahlen zu Umsatz und Ertrag nennen die Unternehmen sowie der Verband traditionell nicht.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation