Computer und Co.
16.04.2018

Handy als Autoschlüssel: Allianz fordert Sicherheitsstandard

Ismaning (dpa) - Europas größter Versicherer Allianz fordert einen einheitlichen Sicherheitsstandard für die erwartete Ablösung des Autoschlüssels durch das Handy.

In den nächsten drei bis fünf Jahren werde sich die Verwendung des Handys als «virtueller Autoschlüssel» durchsetzen, prophezeiten Fachleute des Unternehmens im Münchner Vorort Ismaning. Damit davon nicht Autodiebe profitieren, plädiert der Konzern dafür, die Sicherheitsanforderungen für die Autoindustrie festzuschreiben.

Als erster Hersteller bietet derzeit Mercedes die Verwendung des Smartphones als Autoschlüssel an. «Wir glauben, dass das in drei, vier, fünf Jahren auf breiter Basis angeboten wird», sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik.

Zu den Forderungen der Allianz gehört, dass der virtuelle Fahrzeugschlüssel nicht kopierbar sein soll. Nur der Halter oder eine andere verantwortliche Instanz sollen Fahrberechtigungen für weitere Handys erteilen können - und diese auch wieder einkassieren können. Datenübertragung zwischen Handy und Auto soll durch besonders starke Verschlüsselung geschützt werden. Das System soll nach Allianz-Vorstellungen außerdem eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer das Auto wann fuhr.

Die Allianz hatte bereits Anfang der 1990er Jahre ihr Gewicht in die Waagschale geworden, um wegen der damals rasant gestiegenen Zahl von Autodiebstählen die heute übliche elektronische Wegfahrsperre durchzusetzen. «In einer ganz ähnlichen Dimension schauen wir auf den virtuellen Schlüssel», sagte Jochen Haug, Vorstandsmitglied bei der Allianz Versicherungs-AG.



Thema des Tages

Europaparlament stimmt für umstrittene Urheberrechtsreform

Straßburg (dpa) - Das Europaparlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen zugestimmt und damit den Weg für eine baldige Umsetzung geebnet. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Unterhaus erzwingt Votum über Brexit-Alternativen
  • Brexit bedroht Gewinne und Jobs der deutschen Autobauer
  • Wieder Mordurteil gegen Berliner Raser: Lebenslange Haft
  • Computer

    Fallende Chippreise machen Samsung zu schaffen

    Seoul (dpa) - Der südkoreanische Technologieriese Samsung hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple kündigt Video-Streamingdienst und mehr Abo-Dienste an
  • Massive Kritik an Facebook nach neuer Datenpanne
  • Einige Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China


  • Wissenschaft

    Inzwischen mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo

    Goma (dpa) - Im Kongo sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Die Zahl der Fälle liege bei 1009, davon seien 944 im Labor bestätigt, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Windkraftanlagen töten im Sommer täglich Milliarden Insekten
  • Fachgesellschaft warnt vor Chirurgenmangel auf dem Land
  • Sehr heißer Tee erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.379,50 +0,29%
    TecDAX 2.653,00 +0,97%
    EUR/USD 1,1309 -0,05%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation