Computer und Co.
07.03.2018

Streit um Messaging-Patente: Blackberry verklagt Facebook

Los Angeles (dpa) - Der Smartphone-Pionier Blackberry wirft Facebook in einer Klage Patentverletzungen vor. Es geht um sieben Patente für Technologien, die in Facebooks App sowie von Kurzmitteilungsdiensten Messenger und WhatsApp sowie der Fotoplattform Instagram genutzt würden, erklärte Blackberry.

Unter den Patenten ist die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Oder auch, Leute in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zum Vervollständigen zu bekommen. Bei den anderen Patenten geht es zum Beispiel um Technologien von Blackberrys Verschlüsselungs-Lösungen, das Einbinden von Messaging-Diensten in Spiele, sowie das Verschicken von Nachrichten.

Blackberry machte deutlich, dass der am Dienstag eingereichten Klage lange Gespräche mit Facebook vorausgingen. «Wir werden uns wehren», erklärte der stellvertretende Facebook-Chefjustiziar Paul Grewal. «Blackberry hat aufgehört, selbst Innovationen herauszubringen und versucht nun, bei den Erfindungen anderer abzukassieren.» Das zeige, in welchem Zustand sich das Messaging-Geschäft des Unternehmens befinde.

Blackberry war eine treibende Kraft in den Anfangsjahren des Smartphone-Geschäfts, geriet mit dem Erfolg von Apples iPhone und später Googles Android-System aber ins Abseits. Nun versucht Blackberry sein Glück mit Software.

Unter dem aktuellen Chef John Chen wurde die verlustreiche eigene Entwicklung und Produktion von Smartphones eingestellt. Telefone der Marke Blackberry gibt es zwar immer noch, aber die werden vom chinesischen Hersteller TCL gebaut, der die Namensrechte bekam.

Chen erklärte jüngst, Blackberry sei nicht mehr im Sanierungsstadium. Er schreckt vor dem Gang vor Gericht nicht zurück: Im vergangenen Jahr bekam Blackberry rund 815 Millionen Dollar (658 Mio Euro) vom Chipkonzern Qualcomm zurückerstattet. Der Smartphone-Pionier konnte sich mit dem Argument durchsetzen, dass ihm eine Rückzahlung zustehe, weil er weniger Smartphones verkaufte als die Patent-Vereinbarung mit Qualcomm vorsah.



Thema des Tages

Merkel auf der Suche nach europäischer Lösung im Asylstreit

Berlin/München (dpa) - Im nach wie vor ungelösten Asylstreit mit der CSU sucht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter Hochdruck nach einer europäischen Lösung der Krise. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Kim Jong Un nach Singapur-Gipfel zu Besuch in Peking
  • WM: England, Belgien und DFB-Gegner Schweden mit Siegen
  • Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet
  • Computer

    Rewe verdient noch kein Geld im Internet

    Köln (dpa) - Der Handelsriese Rewe ist einer der Vorreiter im Online-Handel mit Lebensmitteln in Deutschland. Rechnen tut sich das für die Supermarkkette jedoch bislang nicht. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kontroverse um Online-Spielsucht
  • Positives Cebit-Fazit: «Wurden für unseren Mut belohnt»
  • Apple hat 767 Zulieferer in Deutschland


  • Wissenschaft

    Alte Apfelsorten finden immer mehr Liebhaber

    Gnotzheim (dpa) - Sie heißen Zwiebelborsdorfer, Roter Herbstkalvill oder Kesseltaler Streifling - und sie werden von Maria Gentner liebevoll gehegt und gepflegt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Himmlisches Hochbeet: Tomaten sollen in Satelliten wachsen
  • Gerst hilft bei Außeneinsatz
  • Baustart am neuen Cern-Teilchenbeschleuniger
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.757,00 -1,95%
    TecDAX 2.830,75 -1,15%
    EUR/USD 1,1630 +0,07%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation