Computer und Co.
17.02.2018

Qualcomm: Sicherheitslücke macht Chipbranche stärker

Davos (dpa) - Die jüngsten Sicherheitslücken bei Computerchips bieten nach Ansicht des Branchenriesen Qualcomm auch große Chancen. «Die Branche wird daraus lernen und stärker werden», sagte Technologiechef Matthew Grob der Deutschen Presse-Agentur.

«Letztlich werden die Prozessoren robuster sein und besser getestet.» Grob räumte ein, dass es sich um «schwerwiegende Probleme» handele. «Das hat die Frage von Vertrauen und Design aufgeworfen.» Doch letztlich handele es sich um einen Fehler, nicht um eine Attacke. «Wir werden dem Sturm trotzen.»

Die schwerwiegende Sicherheitslücke im Design von Chips war zu Jahresbeginn bekannt geworden. Dadurch könnten Angreifer Zugriff auf wichtige Daten erlangt haben.

«In vielen Fällen ist nicht die Technologie gefährlich, sondern die Art der Anwendung», sagte Grob. Viele Nutzer gingen etwa fahrlässig mit ihren Passwörtern um oder machten keine regelmäßigen Updates. «Eine der größten Gefahrenquellen sind Maschinen, die bekanntermaßen Fehler haben, wo aber der Nutzer die Korrekturauslieferung nicht ausspielt.»

Grob forderte zudem die US-Regierung auf, sich aktiver einzubringen. So müsse sie als Regulationsbehörde Unternehmen zu strengeren Tests verpflichten. Bei der Sicherheitslücke habe sie aber nur reagiert. Insgesamt sei er aber durchaus zufrieden. «Anerkennung ist vorhanden, viele Ansätze deuten in die richtige Richtung. Letztlich kann man sicherlich immer noch mehr machen», sagte Grob.

Kritisch bleibe weiter das Verhältnis zwischen Sicherheit und Privatsphäre. Da gehe es etwa darum, ob die Strafverfolgungsbehörden auf Smartphones von Verdächtigen zugreifen dürfen. «Das sind keine technologischen Fragen, sondern politische. Die technologischen können wir meiner Meinung nach lösen», so Grob.



Thema des Tages

Von Porsche gibt es künftig keinen Diesel mehr

Berlin (dpa) - Porsche steigt als erster deutscher Autokonzern aus dem Diesel aus. «Von Porsche wird es künftig keinen Diesel mehr geben», sagte der Vorstandschef des Stuttgarter Sportwagenbauers, Oliver Blume, der «Bild am Sonntag». »weiter
Lesen Sie auch:
  • Koalitions-Streit: Seehofer hält an Maaßen fest
  • Tollhaus-Tage einer Koalition: Eine Rekonstruktion
  • Mutmaßliches Kavanaugh-Opfer will vor US-Senat aussagen
  • Computer

    IBM-Manager: Computer werden nicht die Kontrolle übernehmen

    Ehningen (dpa) - Computer und Roboter werden nach Einschätzung des obersten IBM-Digitalstrategen auf lange Sicht nicht die Kontrolle übernehmen. «Computer werden keine autonomen Entscheidungen treffen», sagte IBM-Manager Bob Lord im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Amazon will Schlüsselrolle im vernetzten Zuhause einnehmen
  • EuGH soll Haftung von Sharehostern klären
  • EU-Verbraucherkommissarin: Verliere Geduld mit Facebook


  • Wissenschaft

    Roboter-Kundschafter auf Asteroiden gelandet

    Tokio (dpa) - Zwei kleine Roboter-Kundschafter der japanischen Raumsonde «Hayabusa2» sind 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekannt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Grüner Knollenblätterpilz zum Pilz des Jahres 2019 gewählt
  • Extrem seltener Käfer weiter verbreitet als gedacht
  • Foodwatch: Kaum Zuckerreduzierung bei Erfrischungsgetränken
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.404,00 -0,22%
    TecDAX 2.813,75 -0,11%
    EUR/USD 1,1750 +0,01%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation